Ukraine-Krieg: Verhandlungen mit Russland laut Selenskyj nicht in Sackgasse

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Kiew - Bei russischen Angriffen auf die Ukraine sind nach ukrainischen Angaben am Mittwoch mehrere Menschen getötet worden, darunter auch vier Kinder.

Ein Wachmann betrachtet einen Krater vor einem Novus-Logistikzentrum, das bei einem russischen Angriff auf Kiew beschädigt wurde.
Ein Wachmann betrachtet einen Krater vor einem Novus-Logistikzentrum, das bei einem russischen Angriff auf Kiew beschädigt wurde.  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

18 Menschen kamen bei einem Raketenangriff auf ein Wohnhaus im Norden des Landes ums Leben, bei dem außerdem dutzende Menschen verletzt wurden, erklärte Präsident Wolodymyr Selensky.

Er nannte die jüngsten Attacken "einen der abscheulichsten Angriffe" seit Kriegsbeginn.

Bei dem verheerenden Raketenangriff wurde ein fünfstöckiges Haus in Pryluky in der nördlichen Region Tschernihiw getroffen und zerstört.

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Ukraine Ukraine-Krieg: Opferzahl steigt! 14 Tote nach russischem Angriff auf Einkaufszentrum

Unter den 18 Toten dieses Angriffs waren Selenskyj zufolge vier Kinder, sieben weitere Kinder wurden ihm zufolge verletzt. Rettungsdienste sprachen von insgesamt 50 Verletzten. 15 Menschen hätten lebend aus den Trümmern gerettet werden können.

"Wir haben im Haus geschlafen", sagte die 40-jährige Bewohnerin Olena Sajun der Nachrichtenagentur AFP. "Unsere Fenster wurden herausgesprengt. Gott sei Dank haben wir das Kind mit unseren Körpern geschützt. Mein Mann und ich haben Schnittwunden am Rücken erlitten." Die getöteten Kinder habe sie sehr gut gekannt.

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

8. Oktober, 20.27 Uhr: Tote und Stromausfälle nach russischen Angriffen in Kiew

Infolge russischer Drohnenangriffe sind in der ukrainischen Hauptstadt Kiew mindestens vier Menschen getötet worden. Weitere 19 seien verletzt worden, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko (55) bei Telegram mit. 13 von ihnen wurden demnach in Krankenhäuser eingeliefert.

Am Abend kam es dem Energieministerium zufolge wegen der Drohnenattacken zu Ausfällen von Teilen des Stromnetzes der Hauptstadt. Kurzzeitig fiel die U-Bahn der Dreimillionenstadt wegen eines Spannungsabfalls aus. Im Westteil der Metropole kam es dem örtlichen Versorgungsunternehmen nach zu Problemen bei der Wasserversorgung. Für den Freitag wurden bereits stundenweise Stromsperren angekündigt.

Eine Wohnung ist nach einem russischen Drohnenangriff in Kiew vollständig ausgebrannt.
Eine Wohnung ist nach einem russischen Drohnenangriff in Kiew vollständig ausgebrannt.  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

8. Oktober, 20.09 Uhr: Verhandlungen mit Russland laut Selenskyj nicht in Sackgasse

Für den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (48) sind bei den Bemühungen um Verhandlungen mit Russland noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft.

"Wir befinden uns nicht in einer diplomatischen Sackgasse", bekräftigte der Staatschef bei einer Pressekonferenz mit dem britischen Außenminister Ed Miliband in Pryluky. Die russische Wirtschaft müsse blockiert, Moskau mundtot gemacht und die Waffenproduktion durch Sanktionen stillgelegt werden. 

Für den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (48) sind Verhandlungen mit Russland weiter denkbar.
Für den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (48) sind Verhandlungen mit Russland weiter denkbar.  © Kay Nietfeld/dpa

8. Oktober, 17.15 Uhr: Ukrainischer Drohnenangriff auf Raffinerie in Omsk

Die ukrainischen Streitkräfte haben mit Drohnen die Stadt Omsk tief in Sibirien angegriffen, wo die größte Raffinerie Russlands steht.

"Eine Drohne hat das nördliche Industriegebiet erreicht", teilte der Gouverneur der Region Omsk, Witali Chozenko, bei Telegram mit. Die übrigen Drohnen seien rechtzeitig abgeschossen worden. Zu eventuellen Schäden in der mehr als 2000 Kilometer von Moskau entfernten Region machte er keine Angaben.

Ein Arbeiter inspiziert eine Kampfdrohne in der geheimen Fabrik von Fire Point.
Ein Arbeiter inspiziert eine Kampfdrohne in der geheimen Fabrik von Fire Point.  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

8. Oktober, 14.09 Uhr: 30 Tote bei russischem Angriff auf zwei Busse in Ostukraine

Bei einem russischen Angriff auf zwei Busse in der ostukrainischen Stadt Kramatorsk sind nach Behördenangaben mindestens 30 Menschen getötet worden.

Weitere 18 Menschen seien verletzt worden, teilte die Staatsanwaltschaft der Region Donezk mit. Die Ukraine warf Russland einen gezielten Angriff auf Zivilisten vor. Auch die ukrainische Hauptstadt Kiew wurden erneut unter Beschuss genommen, drei Menschen wurden dort getötet. In Russland wurde derweil bei einem Drohnenangriff ein Rechenzentrum des Konzerns Jandex beschädigt, der als "russisches Google" gilt.

Nach Polizeiangaben wurden die Busse in Kramatorsk von einer Gleitbombe getroffen. Die Staatsanwaltschaft veröffentlichte Fotos, auf denen leblose Körper und Trümmer vor einem brennenden Buswrack zu sehen sind.

"Die Russen greifen gezielt Zivilisten an", erklärte Gouverneur Wadym Filaschkin. Er warf Russland vor, "alle erdenklichen Regeln der Kriegsführung und Normen des humanitären Völkerrechts" zu missachten. Filaschkin ordnete die Einstellung des öffentlichen Nahverkehrs in Kramatorsk und im nahegelegenen Slowjansk an.

Bei einem russischen Angriff auf zwei Busse in der ostukrainischen Stadt Kramatorsk sind nach Behördenangaben mindestens 30 Menschen getötet worden.
Bei einem russischen Angriff auf zwei Busse in der ostukrainischen Stadt Kramatorsk sind nach Behördenangaben mindestens 30 Menschen getötet worden.  © HANDOUT / DONETSK REGION PROSECUTOR'S OFFICE / AFP

7. Oktober, 20.59 Uhr: 25 Tote und viele Verletzte durch russische Angriffe

Der in der Nacht begonnene russische Großangriff auf Städte der Ukraine hat nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mindestens 25 Menschenleben gefordert, unter ihnen vier Kinder. Die Gesamtzahl der Verletzten gab er mit mindestens 100 an. Bei den Angriffen hatte das russische Militär einen Waffenmix von Drohnen, ballistischen Raketen und Marschflugkörpern eingesetzt.

Kremlchef Wladimir Putin, der am Mittwoch seinen 74. Geburtstag feierte, habe sich dies zum Geschenk gemacht: "Die Ermordung von Kindern, die Ermordung von Menschen."

Seiner Ansicht nach beabsichtige Russland, diesen Kurs beizubehalten. "Putin hat nicht das Gefühl, dass ihm das Probleme bereitet", sagte Selenskyj. Die Sanktionen gegen Russland seien in vielerlei Hinsicht abgeschwächt, und die Signale zur Aufhebung der Sanktionen gegen die Oligarchen seien in Wirklichkeit Signale für eine Normalisierung des Krieges. "Putin kann nach wie vor Öl verkaufen und die Lage in Dollar und Euro so berechnen, wie es für ihn nach wie vor vorteilhaft ist." 

Es sei in Putins Interesse, Krieg zu führen. "Krieg ist seine Natur, seine Ideologie", sagte Selenskyj. "Und das, was in der Ukraine geschieht, ist eine Generalprobe für das, was Russland sich als Möglichkeit vorbehalten will, mit jedem beliebigen Land so zu verfahren, sowohl in Europa als auch darüber hinaus."

Anwohner und Rettungskräfte räumen die Trümmer eines Wohnhauses weg, das bei einem russischen Raketenangriff zerstört wurde.
Anwohner und Rettungskräfte räumen die Trümmer eines Wohnhauses weg, das bei einem russischen Raketenangriff zerstört wurde.  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

7. Oktober, 19.33 Uhr: Russische Dauerangriffe gegen Kiew

Bei neuen russischen Drohnenangriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind mindestens acht Menschen verletzt worden. Das teilte Bürgermeister Vitali Klitschko am Abend auf Telegram mit. Bei den Angriffen, die verschiedene Stadtteile trafen, wurden demnach mehrere Wohnhäuser beschädigt. Rettungstrupps suchten in den Trümmern nach möglichen weiteren Opfern.

Kiew war bereits in der vergangenen Nacht ein Schwerpunkt des massiven Luftangriffs der russischen Militärs auf ukrainische Städte. Klitschko berichtete morgens von mindestens zwei Toten. Sie seien in den Trümmern von Garagen im östlichen Stadtteil Darnyzja gefunden worden. Zwei weitere Menschen seien dort lebend geborgen worden. 

Das russische Militär hat zuletzt seine Angriffe auf Städte und Ballungszentren in der Ukraine verstärkt und nutzt Schwächen in der ukrainischen Abwehr aus. Die ukrainische Flugabwehr leidet unter Munitionsmangel vor allem bei Waffensystemen, mit denen sich ballistische Raketen bekämpfen lassen. Daneben setzt Russland neuartige Drohnen ein, gegen die die ukrainische Flugabwehr noch keine passende Abwehrstrategie entwickelt hat.

7. Oktober, 15.04 Uhr: EU zahlt Ukraine weitere Milliarde für Drohnenbeschaffung aus

Die Ukraine erhält weitere Gelder für die Drohnenbeschaffung aus dem 90 Milliarden Euro schweren Unterstützungsdarlehen der EU. 1,24 Milliarden Euro für Drohnen-Abfangsysteme, Drohnenmunition und Raketen, die von ukrainischen Unternehmen hergestellt werden, wurden von der EU-Kommission ausgezahlt, wie sie mitteilte.

"Die heutige Auszahlung wird dazu beitragen, die ukrainische Verteidigungsindustrie zu stärken und die Fähigkeit der Ukraine zu verbessern, sich selbst zu verteidigen - zum Schutz der Menschen und der Infrastruktur", sagte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

Von dem EU-Kredit in Höhe von 90 Milliarden Euro für die Jahre 2026 und 2027 sind 60 Milliarden für verteidigungsrelevante Ausgaben vorgesehen. 30 Milliarden Euro sind für die Unterstützung des Haushalts geplant.

Im Jahr 2026 sollen der Kommission zufolge 28,3 Milliarden Euro ausgezahlt werden, um die Kapazitäten der ukrainischen Verteidigungsindustrie zu unterstützen. Weitere Auszahlungen im Rahmen des Verteidigungsanteils für dieses Jahr sollen in den kommenden Wochen folgen.

Langstreckendrohnen des Typs An-196 Ljutyj stehen vor dem Start in einer Reihe an einem ungenannten Ort in der Ukraine.
Langstreckendrohnen des Typs An-196 Ljutyj stehen vor dem Start in einer Reihe an einem ungenannten Ort in der Ukraine.  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

7. Oktober, 14.59 Uhr: Angriff an Putins Geburtstag - viele Tote

Russland hat die Ukraine erstmals in diesem Herbst mit einem der gefürchteten kombinierten Angriffe mit ballistischen Raketen, Marschflugkörpern und Kampfdrohnen überzogen. Die Ukraine hatte danach viele Tote, Dutzende Verletzte und schwere Schäden zu beklagen. 

Allein in der Stadt Pryluky wurden mindestens 9 Menschen getötet und 38 weitere verletzt, wie die Polizei des Gebiets Tschernihiw mitteilte. In der Stadt etwa 120 Kilometer östlich von Kiew sei ein fünfstöckiger Wohnblock getroffen worden. Unter den Trümmern würden noch Verschüttete vermutet. 

Präsident Wolodymyr Selenskyj nannte den Angriff ein "Geburtstagsgeschenk für Putin". Kremlchef Wladimir Putin, der den Krieg gegen die Ukraine befohlen hat, wurde am Mittwoch 74 Jahre alt. Das Datum fällt zusammen mit dem 20. Todestag der kremlkritischen Journalistin Anna Politkowskaja, die 2006 in Moskau ermordet wurde.

Auf diesem vom ukrainischen Rettungsdienst zur Verfügung gestellten Foto sind Rettungskräfte an einem durch die jüngsten russischen Angriffe zerstörten Gebäudes in der Region Tschernihiw im Einsatz.
Auf diesem vom ukrainischen Rettungsdienst zur Verfügung gestellten Foto sind Rettungskräfte an einem durch die jüngsten russischen Angriffe zerstörten Gebäudes in der Region Tschernihiw im Einsatz.  © Uncredited/Ukrainian Emergency Service/dpa

7. Oktober, 14.46 Uhr: Viele Explosionen in Kiew

In Kiew waren in den frühen Morgenstunden zahlreiche Explosionen zu hören, berichteten Reporter des Portals "Kyiv Independent". "Die Raketen schlagen eine nach der anderen ein. Soweit ich zählen kann, sind es mindestens zehn bis zwölf Explosionen. In der Innenstadt ist es ziemlich laut", wurde ein Reporter zitiert. 

Klitschko berichtete von einem Angriff auf Gebäude im Bezirk Obolon, die nicht zu Wohnzwecken genutzt werden. Im Bezirk Podil seien Lagerhallen getroffen wurden. Solche Angaben werden immer bewusst vage gehalten. Das russische Militär berichtete in Moskau von gezielten Angriffen auf Produktionsstätten des Raketen- und Drohnenproduzenten Fire Point in Kiew und anderen Städten. 

6. Oktober, 20.49 Uhr: Selenskyj rechnet mit Großangriff des russischen Militärs

Die Ukraine rechnet nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) mit einem neuen Großangriff des russischen Militärs.

"Es liegen aktuelle Informationen des Geheimdienstes vor, wonach die Russen einen massiven Angriff vorbereiten", sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Er rief die Bevölkerung auf, die Warnmeldungen vor Raketenangriffen zu beachten. "Die ukrainischen Sicherheitskräfte und unsere Luftstreitkräfte sind bereit zu reagieren, soweit es unsere Verteidigungsmittel zulassen", sagte er und deutete damit den Mangel an Abwehrwaffen an.

Er fügte der Warnung seine Hoffnung auf mehr Hilfe der westlichen Verbündeten mit entsprechenden Waffensystemen hinzu.

"Vieles hängt von unseren Partnern ab – von jedem Staats- und Regierungschef, von jedem Staat auf der Welt, der über die Verteidigungsmittel verfügt, die wir benötigen, und die bereit ist, diese an uns weiterzugeben", sagte Selenskyj. "Die Welt ist größer als das russische Böse, und der Schutz des Lebens muss eine gemeinsame Aufgabe sein."

Das russische Militär hat zuletzt seine Angriffe auf Städte und Ballungszentren in der Ukraine verstärkt und nutzt Schwächen in der ukrainischen Abwehr aus. Die ukrainische Flugabwehr leidet unter Munitionsmangel vor allem bei Waffensystemen, mit denen sich ballistische Raketen bekämpfen lassen.

Dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (48) liegen Geheimdienst-Infos vor, nach denen Russland einen Großangriff plant.
Dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (48) liegen Geheimdienst-Infos vor, nach denen Russland einen Großangriff plant.  © Kay Nietfeld/dpa

6. Oktober, 16.56 Uhr: Russische Drohne trifft Polizeiauto in Ostukraine - Angriff bei Odessa

Beim Einschlag einer russischen Drohne in ein Polizeiauto in Kramatorsk in der Ostukraine ist ein Polizist ums Leben gekommen.

Drei weitere Polizeibeamte seien bei dem Angriff verletzt worden, teilte der regionale Polizeichef Olexander Biloschizkyj auf Facebook mit. "Es fällt schwer, Worte zu finden, wenn man einen der Seinen verliert", schrieb er.

Kramatorsk liegt im Osten der Ukraine. Die Stadt gehört zu dem sogenannten ukrainischen Festungsgürtel, der seit Monaten schweren Angriffen der russischen Militärs widersteht.

Bei einem russischen Angriff auf eine belebte Landstraße bei Odessa im Süden der Ukraine sind mindestens fünf Menschen verletzt worden. Mehrere Fahrzeuge, hauptsächlich Sattelschlepper, seien beschädigt worden, berichtete der regionale Militärverwalter Oleh Kiper auf Telegram.

Kramatorsk wird immer wieder Ziel von russischen Angriffen. (Archivbild)
Kramatorsk wird immer wieder Ziel von russischen Angriffen. (Archivbild)  © Cameron Jones-Manley/ZUMA Press Wire/dpa

6. Oktober, 16.19 Uhr: Moskau weist Vorwurf des "Schattenkrieges" zurück

Moskau weist den von BND-Chef Martin Jäger (62) erhobenen Vorwurf eines russischen "Schattenkrieges" gegen Deutschland zurück.

Kremlsprecher Dmitri Peskow (58) sprach von "absolut unbegründeten Anschuldigungen, denen jede stichhaltige Argumentation fehlt". Deutschland versuche, aus Russland einen scheinbaren Feind zu machen, "um die Ausgaben für eine Militarisierung zu rechtfertigen".

Am Vortag hatte der Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND) bei einer Anhörung des Parlamentarischen Kontrollgremiums im Bundestag von einem Schattenkrieg gesprochen.

BND-Chef Martin Jäger (62, l.) erhob einen schweren Vorwurf gegen Russland, Kremlsprecher Dmitri Peskow (58) reagierte jetzt darauf.
BND-Chef Martin Jäger (62, l.) erhob einen schweren Vorwurf gegen Russland, Kremlsprecher Dmitri Peskow (58) reagierte jetzt darauf.  © Montage: Vyacheslav Prokofyev/Pool Sputnik Kremlin/dpa, Michael Kappeler/dpa

5. Oktober, 11.33 Uhr: BND-Chef sieht Deutschland im "Schattenkrieg" mit Russland

Deutschland muss aus Sicht der Geheimdienste vor allem mit Blick auf die Bedrohung durch Russland deutlich widerstandsfähiger werden.

"Russland führt einen Schattenkrieg gegen uns", sagt der Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), Martin Jäger, während einer öffentlichen Anhörung des Parlamentarischen Kontrollgremiums (PKGr) des Bundestages. Es gehe dabei etwa um Einschüchterungsversuche. Niedrigschwellige Aktionen gegen einzelne Mitgliedstaaten der Nato seien keine Ausnahme mehr. In dieser Lage seien die Nachrichtendienste "die erste Verteidigungslinie". 

Seit dem Sommer habe sich die russische Kriegsführung gegen die Ukraine deutlich verschärft. Gleichzeitig versuche Russland Rüstungslieferungen zu unterbinden.

Martin Jäger, Präsident des Bundesnachrichtendienstes BND.
Martin Jäger, Präsident des Bundesnachrichtendienstes BND.  © Michael Kappeler/dpa

5. Oktober, 9.23 Uhr: Auch Ministerin Prien in Kiew - "Wichtig, keine Angst zu zeigen"

Unmittelbar nach Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist Familienministerin Karin Prien in die Ukraine gereist. "Uns ist es wichtig, in der gesamten Bandbreite unsere Unterstützung für die Ukraine zum Ausdruck zu bringen", sagte Prien nach ihrer Ankunft am Zentralbahnhof in Kiew der Deutschen Presse-Agentur.

Die nächtliche Zugfahrt von Polen in das von Russland angegriffene Land war laut Prien ruhig. "Aber es ist schon bedrückend, die Vorstellung, in ein Kriegsgebiet zu fahren, bedrückend auch, weil die Russen angedroht haben, die Angriffe auf die Zivilbevölkerung und auch auf Diplomaten und Gäste zu intensivieren", sagte die CDU-Politikerin.

"Aber es ist wichtig gerade in dieser Situation, nicht zurückzuschrecken, keine Angst zu zeigen, sondern sehr klar zu sein", sagte Prien. "Wir stehen als Bundesrepublik Deutschland fest zur Ukraine." 

Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) kommt am Montagmorgen zu einem zweitägigen Besuch in Kiew an und wird vom deutschen Botschafter Boris Ruge begrüßt.
Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) kommt am Montagmorgen zu einem zweitägigen Besuch in Kiew an und wird vom deutschen Botschafter Boris Ruge begrüßt.  © Basil Wegener/dpa

4. Oktober, 20.36 Uhr: Tote und Verletzte bei russischen Drohnenattacken

Bei russischen Drohnenangriffen auf die ukrainischen Regionen Saporischschja und Dnipro sind mindestens drei Menschen getötet worden.

Die Zahl der Verletzten wurde von offizieller Seite mit mindestens sechs angegeben. In der Oblast Saporischschja war demnach eine Drohne in einer Gartenanlage explodiert, eine weitere Drohne traf einen Lastwagen. Bei beiden Angriffen starb den regionalen Militärverwaltungen zufolge jeweils ein Mensch. Details zu dem Angriff in Dnipro wurden nicht genannt.

Titelfoto: Kay Nietfeld/dpa

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