Ukraine-Krieg: Selenskyj wirft USA verzögerte Lieferung bezahlter Abfangraketen vor

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Kiew - US-Präsident Donald Trump (80) hat sich offen für einen Dreiergipfel mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin (74) und Chinas Staatschef Xi Jinping (73) gezeigt.

Trifft sich US-Präsident Donald Trump (80) bald mit Wladimir Putin und Xi Jinping?
Trifft sich US-Präsident Donald Trump (80) bald mit Wladimir Putin und Xi Jinping?  © Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

"Ich würde es tun", sagte Trump am Montag vor Journalisten in Washington. Vereinbart sei das Treffen aber noch nicht. Nach Trumps Angaben würden bei einem solchen Gipfel Atomwaffen und die Denuklearisierung im Mittelpunkt stehen, der Ukraine-Krieg könne aber auch zur Sprache kommen.

"Ich würde es tun, aber nicht so sehr wegen der Ukraine, denn Russland hat sich, ehrlich gesagt, in Bezug auf die Ukraine gut verhalten. Sie haben nicht viel gemacht", sagte Trump ungeachtet der anhaltenden russischen Luftangriffe auf die Ukraine.

Falls der Dreiergipfel zustande komme, würden die drei Staatschefs vor allem "über Atomwaffen und die Denuklearisierung" beraten, fügte der US-Präsident hinzu. Auf die Frage, ob er mit Xi und Putin auch über die Ukraine sprechen würde, antwortete Trump, er werde "alles tun, was ich tun kann, um den Krieg zu beenden

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20. Oktober, 6.18 Uhr: Selenskyj wirft US-Regierung verzögerte Lieferung bezahlter Abfangraketen vor

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat der US-Regierung eine verzögerte Lieferung bezahlter Abfangraketen vorgeworfen.

Die Raketen seien von europäischer Seite im Rahmen des Purl-Programms "bereits bezahlt" worden, sagte Selenskyj am Montag vor US-Senatoren. Über den sogenannten Purl-Mechanismus können die Nato-Länder und ihre Verbündeten Waffenpakete für die Ukraine in den USA kaufen. Für eine Lieferung stehe noch die Unterschrift von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth aus, sagte Selenskyj.

Zudem warteten europäische Staaten, die bereit seien, Patriot-Abfangraketen aus ihren Beständen an die Ukraine zu liefern, auf eine Genehmigung seitens der USA, sagte Selenskyj. "Die Raketen sind einsatzbereit. Sie könnten bereits in der Ukraine sein. (...) Aber leider ist die Genehmigung noch immer nicht erteilt worden."

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat der US-Regierung eine verzögerte Lieferung bezahlter Abfangraketen vorgeworfen.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat der US-Regierung eine verzögerte Lieferung bezahlter Abfangraketen vorgeworfen.  © Michael Kappeler/dpa

19. Oktober, 21.37 Uhr: Merz beunruhigt wegen Sorglosigkeit gegenüber Russland

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich besorgt darüber gezeigt, dass die von Russland ausgehende Bedrohung in Deutschland nicht ernst genug genommen wird.

Der Krieg in der Ukraine sei dabei nur ein Teil des Gesamtbildes, sagte Merz in einem Bloomberg-Interview. "Das große Bild ist, dass Russland dabei ist, die gesamte politische Ordnung unseres europäischen Kontinents zu destabilisieren. Und das wird offensichtlich von vielen Menschen auch in meinem Land unterschätzt."

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zeigt sich besorgt im Hinblick auf Russland.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zeigt sich besorgt im Hinblick auf Russland.  © Fabian Sommer/dpa

19. Oktober, 18.18 Uhr: Tote nach russischem Drohnenangriff im Gebiet Charkiw

Bei einem russischen Drohnenangriff sind Behördenangaben zufolge im ostukrainischen Gebiet Charkiw mindestens sechs Menschen getötet worden.

"Unter den Toten sind drei Kinder", teilte der Militärgouverneur der Region, Oleh Synjehubow, bei Telegram mit. Weitere 15 Menschen, darunter sieben Minderjährige, seien verletzt worden. Getroffen wurde demnach ein zentral gelegener Park in der Siedlung Nowa Wodolaha, etwa 30 Kilometer südwestlich der Gebietshauptstadt Charkiw.

19. Oktober, 16.10 Uhr: Rubio äußert sich zu ukrainischen Anschuldigungen

US-Außenminister Marco Rubio (55) hat Anschuldigungen aus der Ukraine über zurückgehaltene Informationen zurückgewiesen.

"Es gab keine Unterbrechung", sagte er vor Reportern in Usbekistan. Er zeigte sich vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (48) irritiert.

Selenskyj hatte am Montag beklagt, abermals nicht von den Partnern seines Landes vor russischen Angriffen vorgewarnt worden zu sein. Rubio zeigte sich darüber unwissend. Zugleich sagte er, es habe "vor einigen Nächten ein Softwareproblem" beim ukrainischen Frühwarnsystem gegeben. Daraufhin habe das für Europa zuständige US-Militärkommando Eucom den Sachverhalt untersucht.

US-Außenminister Marco Rubio (55) hat sich zu ukrainischen Anschuldigungen geäußert.
US-Außenminister Marco Rubio (55) hat sich zu ukrainischen Anschuldigungen geäußert.  © Mark Schiefelbein/Pool AP/dpa

19. Oktober, 14.06 Uhr: Tote nach russischem Angriff auf Krywyj Rih

Bei einem russischen Raketenangriff sind in der südostukrainischen Industriestadt Krywyj Rih nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet worden.

Sieben weitere seien verletzt worden, teilte der Militärgouverneur des Gebiets Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, bei Telegram mit. Der Angriff galt demnach einem nicht näher bezeichneten Industrieunternehmen. Die Heimatstadt von Präsident Wolodymyr Selenskyj ist knapp 70 Kilometer von der russisch-ukrainischen Frontlinie entfernt.

Bei einem russischen Raketenangriff sind in der südostukrainischen Industriestadt Krywyj Rih nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet worden.
Bei einem russischen Raketenangriff sind in der südostukrainischen Industriestadt Krywyj Rih nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet worden.  © Uncredited/Ukrainian Emergency Service/AP/dpa

19. Oktober, 12.30 Uhr: Laut Selenskyj keine Frühwarnung vor neuen Angriffen

Nach erneuten russischen Angriffen hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj beklagt, abermals nicht von den Partnern seines Landes vorgewarnt worden zu sein.

Erst am Vortag hatte Selenskyj in einem Interview erklärt, dass Washington inzwischen wieder Aufklärungsergebnisse mit Kiew teile. Eine Zeit lang seien die Frühwarndaten für den Start ballistischer Raketen ausgefallen.

Russland habe erneut Energieanlagen und Infrastruktur in mehreren Regionen im ganzen Land attackiert, schrieb Selenskyj nun in sozialen Medien. Mindestens 550.000 Familien seien ohne Strom. Moskau habe 16 ballistische Raketen eingesetzt bei einem Angriff auf die Hauptstadt Kiew und ihr Umland. Auch andere Regionen wurden demnach mit mehr als 200 Drohnen attackiert. Selenskyj sprach von Opfern. Behördenangaben zufolge kam in Kiew mindestens eine 21-Jährige ums Leben. Acht weitere Menschen wurden demnach verletzt.

19. Oktober, 11.40 Uhr: Putin schlägt Ukraine-Treffen mit Trump und Xi ohne Selenskyj vor

Russlands Präsident Wladimir Putin hat einem Medienbericht zufolge ein Treffen mit US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping vorgeschlagen, um über ein Ende des Ukraine-Krieges zu beraten.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj soll an den Gesprächen demnach nicht teilnehmen, wie das "Wall Street Journal" weiter berichtete.

Das Treffen könnte dem Bericht zufolge im November stattfinden. Trump, Xi und Putin sind Mitte November zu einem Gipfel der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) im chinesischen Shenzhen eingeladen. Ob die beiden anderen Staatschefs auf Putins Vorschlag eingingen, blieb zunächst offen.

19. Oktober, 6.35 Uhr: Trump verteidigt Aussetzen von Sanktionen gegen Russland gegen Kritik

US-Präsident Donald Trump hat das Aussetzen von Sanktionen gegen Russland gegen Kritik auch aus den Reihen seiner Republikaner verteidigt.

Er sei dabei, einen Frieden im Ukraine-Krieg zu verhandeln und wolle "nichts tun, was Russland törichterweise vom Verhandlungstisch wegbringen würde", schrieb Trump am Sonntag in seinem Onlinedienst Truth Social. "Große Fortschritte" würden in Gesprächen erzielt, erklärte Trump.

Der US-Präsident warf zudem dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor, russische Dieselraffinerien angreifen zu lassen, "im Wissen, dass diese Angriffe die weltweiten Dieselmärkte ernsthaft schädigen, einschließlich der in den Vereinigten Staaten", kritisierte Trump. Selenskyj sei das "egal", führte der US-Präsident weiter aus.

"Bei dem ganzen Geld, das Europa ihm bekanntermaßen gibt" und dem Geld, das der frühere demokratische US-Präsident Joe Biden der Ukraine gegeben habe, "will er diesen Krieg nicht beenden und wollte es wahrscheinlich nie", schrieb Trump weiter.

US-Präsident Donald Trump (80) hat seinen umstrittenen Kurs im Ukraine-Krieg verteidigt.
US-Präsident Donald Trump (80) hat seinen umstrittenen Kurs im Ukraine-Krieg verteidigt.  © Mark Schiefelbein/AP/dpa

18. Oktober, 22 Uhr: Selenskyj besorgt über US-Kurs Richtung Moskau

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) zeigt sich besorgt über den US-Kurs in Richtung Moskau.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) zeigt sich besorgt über den US-Kurs in Richtung Moskau.  © Geert Vanden Wijngaert/AP/dpa

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich tief besorgt über eine mögliche Annäherung der USA an Russland geäußert.

"Sollten sich die USA an die Seite Russlands stellen, können wir nicht überdauern", sagte Selenskyj in einem Interview des Senders NBC zu den jüngsten Schritten von US-Präsident Donald Trump (80), wie etwa der Aussetzung von neuen Sanktionen oder dem Diesel-Deal mit dem Kreml. Ein Entzug der bisherigen US-Unterstützung für Kiew wäre "ein historischer Fehler, eine große Tragödie".

Selenskyj klagte über die jüngsten Behinderungen der ukrainischen Kriegsführung gegen Russland durch die USA. In erster Linie sei die bisherige Nutzung des Starlink-Satellitennetzes eingeschränkt worden. "Das gibt den russischen Aggressoren weitere Unterstützung", sagte Selenskyj. Die dadurch erfolgte Drosselung der Reichweite ukrainischer Gegenangriffe sehe er als beabsichtigt, als "Nachricht der US-Regierung".

Titelfoto: Michael Kappeler/dpa

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