Ukraine-Krieg: Trump verteidigt Aussetzen von Sanktionen gegen Russland gegen Kritik

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Kiew - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in seiner abendlichen Videoansprache über Erfolge der Bodentruppen im Kampf gegen russische Streitkräfte im Osten des Landes gesprochen.

Wolodymyr Selenskyj (48) zeigt sich angesichts der Erfolge ukrainischer Truppen zuversichtlich.
Wolodymyr Selenskyj (48) zeigt sich angesichts der Erfolge ukrainischer Truppen zuversichtlich.  © Michael Kappeler/dpa

"Wir setzen den Druck an der Front fort", sagte er. "Der Trend hält in diesem Jahr an: Seit Beginn des Herbstes haben unsere Soldaten mehr Gebiet befreit, als die Russen erobern konnten."

"Dobropillja, Kostjantyniwka, Oleksijewe-Druschkiwka, Orichiw, Nowopawliwka, Nowoandrijiwka und Welykomychajliwka stehen alle unter ukrainischer Kontrolle", sagte Selenskyj über die Abwehr russischer Angriffe.

"Auch die Gebiete in der Nähe von Kramatorsk verteidigen wir." Die Ukraine hat in diesen Orten eine Art Festungsgürtel errichtet, um einen russischen Vormarsch zu verhindern.

Ukraine-Krieg: Tote bei russischem Luftangriff auf Industriestadt Dnipro
Ukraine Ukraine-Krieg: Tote bei russischem Luftangriff auf Industriestadt Dnipro

Darüber hinaus seien russische Truppen in der Region Saporischschja zurückgedrängt worden, sagte Selenskyj. Dies war zuletzt auch vom US-Institut für Kriegsstudien (ISW) bestätigt worden.

Damit widerlegten sowohl Selenskyj als auch das ISW Behauptungen von Kremlchef Wladimir Putin über angebliche Erfolge russischer Truppen in der Oblast Saporischschja.

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

19. Oktober, 6.35 Uhr: Trump verteidigt Aussetzen von Sanktionen gegen Russland gegen Kritik

US-Präsident Donald Trump hat das Aussetzen von Sanktionen gegen Russland gegen Kritik auch aus den Reihen seiner Republikaner verteidigt.

Er sei dabei, einen Frieden im Ukraine-Krieg zu verhandeln und wolle "nichts tun, was Russland törichterweise vom Verhandlungstisch wegbringen würde", schrieb Trump am Sonntag in seinem Onlinedienst Truth Social. "Große Fortschritte" würden in Gesprächen erzielt, erklärte Trump.

Der US-Präsident warf zudem dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor, russische Dieselraffinerien angreifen zu lassen, "im Wissen, dass diese Angriffe die weltweiten Dieselmärkte ernsthaft schädigen, einschließlich der in den Vereinigten Staaten", kritisierte Trump. Selenskyj sei das "egal", führte der US-Präsident weiter aus.

"Bei dem ganzen Geld, das Europa ihm bekanntermaßen gibt" und dem Geld, das der frühere demokratische US-Präsident Joe Biden der Ukraine gegeben habe, "will er diesen Krieg nicht beenden und wollte es wahrscheinlich nie", schrieb Trump weiter.

US-Präsident Donald Trump (80) hat seinen umstrittenen Kurs im Ukraine-Krieg verteidigt.
US-Präsident Donald Trump (80) hat seinen umstrittenen Kurs im Ukraine-Krieg verteidigt.  © Mark Schiefelbein/AP/dpa

18. Oktober, 22 Uhr: Selenskyj besorgt über US-Kurs Richtung Moskau

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) zeigt sich besorgt über den US-Kurs in Richtung Moskau.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) zeigt sich besorgt über den US-Kurs in Richtung Moskau.  © Geert Vanden Wijngaert/AP/dpa

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich tief besorgt über eine mögliche Annäherung der USA an Russland geäußert.

"Sollten sich die USA an die Seite Russlands stellen, können wir nicht überdauern", sagte Selenskyj in einem Interview des Senders NBC zu den jüngsten Schritten von US-Präsident Donald Trump (80), wie etwa der Aussetzung von neuen Sanktionen oder dem Diesel-Deal mit dem Kreml. Ein Entzug der bisherigen US-Unterstützung für Kiew wäre "ein historischer Fehler, eine große Tragödie".

Selenskyj klagte über die jüngsten Behinderungen der ukrainischen Kriegsführung gegen Russland durch die USA. In erster Linie sei die bisherige Nutzung des Starlink-Satellitennetzes eingeschränkt worden. "Das gibt den russischen Aggressoren weitere Unterstützung", sagte Selenskyj. Die dadurch erfolgte Drosselung der Reichweite ukrainischer Gegenangriffe sehe er als beabsichtigt, als "Nachricht der US-Regierung".

Titelfoto: Mark Schiefelbein/AP/dpa

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