100.000 Stellen bei VW weg? Kretschmer warnt: "Das darf sich so nicht realisieren"

Von Christiane Raatz und Frank Johannsen

Wolfsburg/Dresden/Zwickau - Der VW-Konzern will dem "Manager Magazin" zufolge seinen Sparkurs deutlich verschärfen. Anstatt 50.000 Stellen sollen bis zu doppelt so viele weltweit wegfallen, berichtete das Fachmagazin unter Berufung auf Insider. Auch vier Werken in Deutschland drohe die Schließung - darunter auch Zwickau.

Bis zu 100.000 Stellen will der VW-Konzern weltweit streichen.  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Die Pläne seien Teil des neuen Zielbilds 2030, das der Vorstand am Mittwoch behandelt habe. Das letzte Wort habe nun der Aufsichtsrat, der am 9. Juli darüber beraten solle.

Bei den vier Werken, die dem Bericht zufolge schließen könnten, handelt es sich um die VW-Werke in Hannover, Zwickau und Emden sowie den Audi-Standort Neckarsulm.

Ein konkretes Datum für die Maßnahmen nannte das Blatt nicht. Dem Bericht zufolge könnten sie "mittelfristig" geschlossen werden.

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Bis mindestens 2030 gilt an den deutschen Konzernstandorten eine Beschäftigungssicherung, die mit der IG Metall vereinbart wurde. Bis 2030 hat Volkswagen bereits den Abbau von konzernweit 50.000 Stellen angekündigt, davon 35.000 bei der Kernmarke VW.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (51, CDU) zeigt sich besorgt über mögliche verschärfte Sparpläne bei VW.

"Das darf sich so nicht realisieren. Deutschland darf sich nicht herunterfahren", sagte der CDU-Politiker. Deutschland müsse den internationalen Wettbewerb gewinnen wollen. Dafür müssten Kosten gesenkt und die Produktivität gesteigert werden.

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Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (51, CDU) zeigt sich besorgt.  © Hendrik Schmidt/dpa

Volkswagen gehöre zum Markenkern Deutschlands, betonte Kretschmer. "Wenn dieses Unternehmen aufgibt, dann ist das fatal für unser ganzes Land."

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