VW-Werk in Zwickau: So will Michael Kretschmer den Standort retten

Dresden/Zwickau - Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (51, CDU) schlägt dem VW-Konzern vor, den Standort Zwickau in eine eigenständige Gesellschaft zu überführen - die AutoUnion Sachsen GmbH (Arbeitstitel).

Das VW-Werk in Zwickau. (Archivfoto)  © Jan Woitas/dpa

Dieses Unternehmen soll vor Ort die Fahrzeugproduktion so erfolgreich aufziehen, dass sie vor der internationalen Konkurrenz nicht zittern muss. Damit das gelingt, wirbt der Politiker dafür, die Arbeit dort neu zu organisieren und zu vergüten.

Kretschmer: "Unser Ziel ist es, Zwickau/Mosel zum wettbewerbsfähigsten und innovativsten Automobilstandort Europas zu machen."

Er will dafür Kräfte mobilisieren in Sachsens Industrie- und Forschungslandschaft. Im Gegenzug wird erwartet, dass der Volkswagen Konzern dem Standort bei nachgewiesenem Erfolg eine langfristige Perspektive eröffnet und Produktionsaufträge nach Sachsen vergibt, welche die Auslastung der Fabrik sichern.

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Die Pläne der Dresdner Staatskanzlei für die zu gründende AutoUnion Sachsen betreffen sowohl die Fabrik als auch die Mitarbeiter. Demnach gehen die VW-Vermögenswerte in die neue Firma über.

Die Belegschaft der AutoUnion Sachsen wäre aus der vorhandenen Belegschaft zu rekrutieren. Abfindungen sowie Steuervorteile (dazu muss die Bundesregierung noch entsprechende Gesetze liefern) sollen das Wechseln attraktiv machen für Arbeitnehmer.

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ESMC in Dresden als Vorbild der "AutoUnion Sachsen"

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (51, CDU).  © Michael Kappeler/dpa

Die AutoUnion Sachsen könnte Herstellungskosten drücken, durch den Einsatz neuer Arbeitszeitmodelle und Tarifabschlüsse (unter dem VW-Niveau).

Flache Hierarchien, eigenverantwortliche Teams, konsequente Prozessqualität - Kretschmer sieht darin "Hebel". Er betont an dieser Stelle, dass man so verantwortungsvoll gemeinsam mit den Gewerkschaften Industrie-Arbeitsplätze in Deutschland sichern will.

VW soll laut den Plänen der Staatskanzlei Gesellschafter der AutoUnion Sachsen sein. Investoren wären willkommen. Für dieses Geschäftsmodell könnte ESMC in Dresden Vorbild sein.

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An der entstehenden Halbleiterfabrik sind TSMC mit 70 Prozent sowie Bosch, Infineon und NXP mit jeweils zehn Prozent beteiligt. Zudem prüft man zusammen mit der Stadt Zwickau eine Senkung des Gewerbesteuerhebesatzes.

Smart: Gemeinsam mit der Bundesregierung beabsichtigt der Freistaat außerdem, ein Exzellenz-Cluster "Humanoide Robotik" zu schaffen. Die Zwickauer Autofabrik könnte Vorreiter sein beim Anlernen der KI-Algorithmen und beim Einsatz der Roboter. Kretschmer: "Darin liegt die Zukunft. Diese Forschungen würden wir finanziell unterstützen."

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