Zwickau - Zwickaus Oberbürgermeisterin Constance Arndt (49, Bürger für Zwickau) besuchte am Mittwoch den VW-Hauptsitz in Wolfsburg. Dort machte sie klar, wie wichtig das Werk in Zwickau für die Region ist.
Der Standort in Zwickau kämpft ums Überleben. Ob es nach 2030 weitergeht - unklar. Der Konzern will massiv sparen, Zehntausende Stellen sollen gestrichen werden.
Dass die Schließung des Werks in Zwickau eine wirtschaftliche Katastrophe für die Region wäre, ist längst klar. Auch Zwickaus OB Constance Arndt beschäftigt die aktuelle Hängepartie.
Gemeinsam mit den Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeistern der deutschen Volkswagen-Standorte traf sie sich am Mittwoch mit Thomas Schäfer (56), Vorsitzender der VW-Marke.
Das zentrale Thema: der Zukunftsplan 2030 und die wirtschaftlichen und geopolitischen Rahmenbedingungen.
"Oberbürgermeisterin Constance Arndt nutzte die Gelegenheit, um auf die große Bedeutung des Zwickauer VW-Werks für die Region hinzuweisen, um für den dauerhaften Bestand zu werben und um auf die Unterstützung durch die Region hinzuweisen", teilt das Zwickauer Rathaus mit.
Zwickau-OB Arndt: "Werden uns weiterhin für unser Werk und die Beschäftigten einsetzen"
Zudem waren sich die Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister der VW-Standorte einig, dass die Billigmodelle aus China den europäischen Wettbewerb stark verzerren. Daher seien schnelle Entscheidungen auf europäischer Ebene nötig - etwa durch die Einführung von Ausgleichszöllen und "Made in Europe"-Regeln.
Eine Standortgarantie für Zwickau gab es beim OB-Treffen in Wolfsburg nicht. Constance Arndt spricht dennoch von einem "intensiven und konstruktiven Austausch". Dieser solle nun in regelmäßigen Abständen fortgesetzt werden.
Arndt: "Es war ein gutes und vertrauensvolles Treffen und es ist wichtig, direkt miteinander zu sprechen. Fest steht aber auch, dass wir uns weiterhin für unser Werk und die Beschäftigten einsetzen."