Uneinigkeit nach Waldbrand im Harz: Ist die betroffene Fläche nun doch deutlich größer?

Wernigerode - Die Flächenangabe des vor etwa zwei Wochen gelöschten Großbrandes am Brocken sorgt weiterhin für Diskussionen.

Anfang September war ein großer Waldbrand am Brocken ausgebrochen. Wie groß, darüber herrscht noch immer Uneinigkeit.
Anfang September war ein großer Waldbrand am Brocken ausgebrochen. Wie groß, darüber herrscht noch immer Uneinigkeit.  © Bundespolizei/Bundespolizeipräsidium Potsdam/dpa

Neue Daten hätten gezeigt, dass etwa 330 Hektar von dem Brand betroffen seien, sagte der Landrat des Harzes, Thomas Balcerowski (50, CDU), am Montag. "Die am Freitag vom Nationalpark ermittelte Brandfläche von lediglich zwölf Hektar sei definitiv falsch (...)."

Die Nationalparkverwaltung im Harz hatte vergangene Woche von einer Fläche von maximal 12 Hektar gesprochen. Nationalparkleiter Roland Pietsch (57) sagte dazu: "Während einer Einsatzlage ist dabei durch die Rettungskräfte verständlicherweise nur eine grob überschlägige Schätzung möglich. Umso wichtiger ist es, transparent, offen und faktenbasiert über die abschließend betroffene Fläche zu informieren."

Der Landkreis hatte während des Brandes die Fläche mit etwa 160 Hektar angegeben.

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Rund eine Woche lang hatten Hunderte Einsatzkräfte gegen die Flammen am Brocken gekämpft, Hubschrauber und Löschflugzeuge waren im Einsatz. Der Einsatz kostete laut Feuerwehr etwa 3,2 Millionen Euro.

Auch nach dem am 11. August ausgebrochenen Waldbrand nahe Schierke war die Hektarzahl deutlich korrigiert worden. Nachdem zunächst von bis zu 37 Hektar gesprochen worden war, maß der Nationalpark schließlich 3,6 Hektar.

Titelfoto: Bundespolizei/Bundespolizeipräsidium Potsdam/dpa

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