Forscher machen überraschende Entdeckung in der Vagina schwangerer Frauen

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Frankreich - Antibiotika helfen gegen gefährliche Bakterien. Doch immer mehr Keime entwickeln Resistenzen. Französische Forscher haben nun eine überraschende Entdeckung in der Vagina schwangerer Frauen gemacht.

Die Ergebnisse liefern erste Hinweise darauf, dass die Scheidenflora eine Rolle bei der Verbreitung von Antibiotika-Resistenzen spielen könnte. (Symbolfoto)
Die Ergebnisse liefern erste Hinweise darauf, dass die Scheidenflora eine Rolle bei der Verbreitung von Antibiotika-Resistenzen spielen könnte. (Symbolfoto)  © 123RF/liudmilachernetska

Wissenschaftler untersuchten für die Studie 1547 schwangere Frauen. Dabei stießen sie auf eine große Vielfalt an Genen, die Bakterien dabei helfen können, Antibiotika zu überstehen.

Doch der Nachweis solcher Resistenzgene bedeutet nicht automatisch, dass die Frauen tatsächlich resistente Bakterien in sich trugen. Die Forscher wiesen zwar die entsprechenden Gene nach, prüften aber nicht, ob die Bakterien tatsächlich unempfindlich gegenüber bestimmten Antibiotika waren.

Trotzdem liefern die Ergebnisse erste Hinweise darauf, dass die Scheidenflora eine Rolle bei der Verbreitung von Antibiotika-Resistenzen spielen könnte. Ob und in welchem Ausmaß das tatsächlich der Fall ist, müssen weitere Untersuchungen zeigen.

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Offen ist auch die Frage, ob solche Gene von der Mutter auf ihr Baby übertragen werden können. Dafür gibt es bislang keine ausreichenden Erkenntnisse.

Scheidenflora beeinflusst Zahl der Resistenzgene

Wissenschaftler untersuchten für die Studie 1547 schwangere Frauen. (Symbolfoto)
Wissenschaftler untersuchten für die Studie 1547 schwangere Frauen. (Symbolfoto)  © 123rf/kinomasterskaya

Besonders spannend ist ein weiterer Befund: Die Zusammensetzung der Bakteriengemeinschaft in der Scheide scheint mit der Anzahl der nachgewiesenen Resistenzgene zusammenzuhängen.

War ein bestimmtes nützliches Milchsäurebakterium besonders häufig vertreten, ließen sich in etwa drei von vier Proben keine Resistenzgene nachweisen. Bei einer anderen Zusammensetzung der Bakteriengemeinschaft zeigte sich dagegen ein deutlich anderes Bild: Hier enthielt nur etwa eine von zehn Proben keine Resistenzgene.

Welche Bedeutung diese Gene letztlich für die Gesundheit von Mutter und Kind haben, ist bislang offen. Auch diese Frage soll in künftigen Untersuchungen genauer geklärt werden.

Titelfoto: Bildmontage: 123RF/liudmilachernetska, 123RF/kinomasterskaya

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