160 Millionen Investition: Thüringer Kurorte wollen Infrastruktur ausbauen

Von Annett Gehler, Christian Rüdiger

Bad Sulza - Thüringens Heilbäder und Kurorte wollen in den kommenden Jahren ihre Infrastruktur kräftig ausbauen.

Thüringens Heilbäder und Kurorte wollen für Touristen attraktiv bleiben und ihre Infrastruktur in den kommenden Jahren ausbauen. (Symbolfoto)  © Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

Bis 2028 seien Investitionen in Höhe von rund 160 Millionen Euro geplant, teilte der Thüringer Heilbäderverband mit. Das Geld solle unter anderem in Thermalbäder, Gesundheitsangebote, Wege sowie Stellplätze für Wohnmobile fließen.

Der Verband verweist auf eine aktuelle Studie einer Freizeit- und Tourismusberatungsgesellschaft, welche die wirtschaftliche Bedeutung der 18 Heilbäder und Kurorte im Freistaat untersucht hat. Demnach erwirtschafteten die Orte 2024 eine touristische Wertschöpfung von rund 448 Millionen Euro. Rein rechnerisch sicherte dies etwa 15.000 Vollzeitstellen.

"Heilbäder und Kurorte sind Wirtschaftsmotoren für den ländlichen Raum", betonte Verbandspräsident Matthias Strejc (49). Die Wertschöpfung komme durch Löhne und Steuereinnahmen direkt der Bevölkerung zugute. Außerdem profitierten Einheimische von Einrichtungen wie Thermalbädern, Gradierwerken oder Kurparks, die für Gäste wie Bewohner gleichermaßen zugänglich seien.

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Strejc, der ebenfalls Bürgermeister der Kurstadt Bad Frankenhaus im Kyffhäuserkreis ist, betonte, dass Investitionen im ländlichen Raum doppelt wirkten: Sie stärkten die touristische Wettbewerbsfähigkeit und steigerten zugleich die Attraktivität der Orte als Wohn- und Arbeitsstandorte.

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