Feuer in Restloch brennt seit Wochen: Was Anwohner jetzt wissen müssen
Von Marie-Hélèn Frech
Altenburg/Meuselwitz - Zu den Auswirkungen des unterirdischen Schwelbrands auf dem früheren Tagebaugelände bei Meuselwitz (Altenburger Land) können sich Betroffene auf einer neuen Website informieren.
Dort gibt etwa das Landratsamt des Altenburger Lands Auskunft über die aktuelle Lage. Die Angaben werden laut Landratsamt fortlaufend aktualisiert.
Auf der Website heißt es unter anderem, dass nach derzeitigem Kenntnisstand keine akute Gefährdungslage für die Bevölkerung bestehe. Täglich werde etwa die Methan-Belastung in der Luft und im abziehenden Rauch gemessen und die Ergebnisse werden anhand von Maßstäben für Arbeitssicherheit geprüft.
Wer dennoch von akuten gesundheitlichen Beschwerden betroffen ist, sollte diese von einem Arzt oder im Krankenhaus abklären lassen.
Mögliche Befunde können zur Dokumentation per E-Mail an [email protected] geschickt werden.
Der Schwelbrand liegt im Altenburger Land in der Nähe der Landesgrenzen zu Sachsen und Sachsen-Anhalt. Der Rauch verursacht laut der Flächeneigentümerin, der Lausitzer und Mitteldeutschen Braunkohleverwaltungsgesellschaft (LMBV), teils erhebliche Geruchsbelästigungen.
Feuer war Ende Juni ausgebrochen
Der Brand auf der stillgelegten Kohlebergbaufläche des ehemaligen Tagebaugebiets Rusendorf war am 27. Juni ausgebrochen. Nachdem der oberirdische Brand gelöscht war, wurde das Areal an die LMBV übergeben, die Eigentümerin der Fläche ist. Über Jahre haben sich auf dem Gelände in einem Becken Kohlereste abgelagert. Dieses brennt nun unterirdisch und ist schwierig zu löschen.
Das Areal soll geflutet werden. Dafür werden Brunnen und Leitungen gebaut. Spätestens Ende Januar soll die Flutung beginnen, heißt es auf der Website.
Titelfoto: Bodo Schackow/dpa
