Von Marie-Hélèn Frech
Erfurt - Mehr als eine halbe Million Euro haben Jäger in Thüringen zuletzt für die vorbeugende Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest erhalten.
Insgesamt seien für das vergangenen Jagdjahr 2025/26 rund 1300 Anträge mindestens teilweise bewilligt und Aufwandspauschalen im Gesamtwert von gut 584.000 Euro ausgezahlt worden. Das geht aus einer Antwort des Umweltministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der AfD-Landtagsabgeordneten Nadine Hoffmann (47) hervor.
Die Pauschale ist eine Art Abschussprämie für Jäger, die laut Ministerium als Ausgleich für den entstandenen Aufwand und als Anreiz für die Bejagung von Wildschweinen gezahlt wird.
Wildschweine können das ansteckende Virus in sich tragen und weiterverbreiten. Für betroffene Tiere verläuft die Infektion fast immer tödlich. Für Menschen ist das Virus ungefährlich.
Nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts zur Bekämpfung von Tierseuchen sind in Thüringen zwar bislang keine Fälle der Afrikanischen Schweinepest bekanntgeworden.
Für landwirtschaftliche Betriebe ist die anzeigepflichtige Seuche eine Bedrohung, da sie etwa zum Verlust ganzer Schweinebestände führen kann, da das Virus auch Hausschweine befallen kann.