Traßdorf - Der simulierte Rettungseinsatz am Samstag (8. August) im Eisenbahntunnel Sandberg bei Traßdorf (Ilm-Kreis) mit über 250 Einsatzkräften lief nicht vollständig nach Plan.
Laut Angaben der Einsatzleitung gab es vereinzelt Dinge, die nicht reibungslos funktioniert haben. Beispielsweise seien die Rettungsteams zu spät am Einsatzort eingetroffen.
Weiterhin habe das Alarmsystem an vielen Stellen nicht rechtzeitig funktioniert. Eine ausführliche Bilanz sowie eine Fehleranalyse werden noch erstellt, wie das Thüringer Ministerium für Inneres, Kommunales und Landesentwicklung erklärte.
Bei der Katastrophenübung war ein Brand eines ICE mit zahlreichen Komparsen, die als Zugpassagiere fungierten, simuliert worden. Hierbei sollte getestet werden, wie die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Rettungsdiensten und Behörden im Ernstfall funktioniert.
Die Übung hatte während einer planmäßigen Streckensperrung für Instandhaltungsarbeiten stattgefunden. Eine ähnliche Tunnelübung in dieser Größenordnung hatte es zuletzt 2019 gegeben.
Der Tunnel gehört zur 107 Kilometer langen ICE-Strecke zwischen Nürnberg und Erfurt. 41 Kilometer der Strecke verlaufen durch Tunnel.