Radfahrer stirbt nach Unfall mit Streifenwagen: Ermittlung gegen Polizisten

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Von Sarah Knorr

Heringen/Helme - Nach dem tödlichen Unfall mit einem Streifenwagen im Landkreis Nordhausen wird gegen den Fahrer des Polizeiautos ermittelt.

Das Polizeiauto hatte den Radfahrer (35) erfasst.
Das Polizeiauto hatte den Radfahrer (35) erfasst.  © Silvio Dietzel

Bei dem Unfall war am vergangenen Donnerstagabend (17. September) ein E-Bike-Fahrer ums Leben gekommen. Die Staatsanwaltschaft Mühlhausen ermittelt gegen den Polizisten wegen fahrlässiger Tötung, wie ein Sprecher der Justizbehörde auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Der 35-Jährige war laut Polizeiangaben auf der Kreisstraße 27 zwischen Heringen/Helme und Uthleben unterwegs, als es zu dem tödlichen Unfall kam. Der Biker starb noch am Unfallort. Die beiden Beamten im Streifenwagen seien unverletzt geblieben, hatte die Polizei mitgeteilt. Sie haben sich laut Staatsanwaltschaft bisher nicht geäußert. Der Beschuldigte habe ein Schweigerecht.

Offenbar war der Radfahrer aus einer Kleingartenanlage gekommen. Ob er dabei die Vorfahrt missachtet habe, werde noch im Laufe der Ermittlungen zu klären sein, sagte der Sprecher der Justizbehörde.

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Nach derzeitigem Ermittlungsstand sei es dunkel und die Straße trocken gewesen.

Die Spuren des Unfalls sind unübersehbar am Streifenwagen.
Die Spuren des Unfalls sind unübersehbar am Streifenwagen.  © Silvio Dietzel

Polizeiauto auf Einsatzfahrt?

Über weitere Hintergründe der Streifenfahrt sowie den genauen Ablauf des Zusammenstoßes lägen derzeit noch keine weiteren Erkenntnisse vor. Offen bleibt also etwa, ob der Streifenwagen auf dem Weg zu einem Einsatz war und mit eingeschaltetem Blaulicht fuhr. 

Auch ob Alkohol oder Drogen bei einem oder mehreren Unfallbeteiligten eine Rolle spielten, könne derzeit nicht abschließend gesagt werden.

Für die weiteren Ermittlungen würden vor allem das Obduktionsergebnis, das Unfallgutachten sowie die Auswertung des Fahrtenschreibers des Streifenwagens abgewartet. Auch die Aussage des weiteren Polizisten werde wesentlich sein.

Titelfoto: Silvio Dietzel

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