Georgenthal - Eine kleine Sensation im Thüringer Wald: Bei Georgenthal hat der BUND Thüringen erstmals seit mehr als 65 Jahren wieder einen Gartenschläfer nachgewiesen.
An der Wechmarer Hütte fanden sich winzige Pfotenabdrücke in einem Spurtunnel, die eindeutig der seltenen Schlafmaus zugeordnet werden konnten.
Der Gartenschläfer ist in Thüringen vom Aussterben bedroht. Der neue Fund macht Hoffnung, dass sich im Thüringer Wald noch ein kleines Reliktvorkommen gehalten hat. Weitere Hinweise gab es zuletzt unter anderem durch einen Totfund bei Gräfenhain (Ohrdruf) im Jahr 2021 und einen Nachweis bei Tambach-Dietharz im vergangenen Jahr.
Der letzte bekannte Gartenschläfer an der Wechmarer Hütte wurde bereits am 4. März 1960 entdeckt. Dass die Tiere dort möglicherweise noch heute vorkommen, ist deshalb für den Naturschutz besonders wichtig.
Im Herbst 2026 soll die "Mission Gartenschläfer" starten. Ziel ist es, die letzten Vorkommen in Thüringen zu schützen, Lebensräume aufzuwerten und die Populationen langfristig miteinander zu verbinden.