Teuerstes Tankjahr überhaupt: Spritpreise in Thüringen auf Höchststand

Von Marie-Hélèn Frech

Thüringen - Vor allem Spritkosten haben zuletzt ordentlich angezogen und sich auch in den Geldbörsen der Menschen in Thüringen bemerkbar gemacht.

Der Automobilclub ADAC schätzt, dass 2026 das bislang teuerste Tankjahr überhaupt werden könnte.  © Bernd Weißbrod/dpa

Durchschnittlich erhöhten sich die Verbraucherpreise verglichen mit dem August vor einem Jahr laut Landesamt für Statistik im vergangenen Monat um 3,3 Prozent. Im Juli hatte der Wert laut damaliger Mitteilung bei 3,0 Prozent gelegen. 

Die im Jahresvergleich kräftigsten Preissteigerungen seien bei der Energie zu finden: Heizöl, inklusive Betriebskosten für entsprechende Heizungen, verteuerte sich um 34,3 Prozent; Diesel um 42,6 und Superbenzin um 31,5 Prozent.

Ohne die Preissteigerungen bei Heizöl und Kraftstoffen läge die Inflationsrate im August 2026 den Statistikern zufolge nur bei 2,1 Prozent.

Thüringen Straftäter müssen blechen: Thüringen kassiert 8,9 Millionen Euro ein

Auch Tickets für Busse und Bahnen wurden um 4,9 Prozent teurer als im Vorjahresmonat.

Anzeige

Experten erwarten kaum Besserung

Nach dem Ölpreisschock infolge des Iran-Kriegs hatte die Bundesregierung im Mai und Juni für etwas Entlastung für Autofahrer gesorgt: Die Energiesteuer auf Benzin und Diesel wurde vorübergehend etwas gesenkt. Doch nach dem Auslaufen dieses Tankrabatts sprang die deutschlandweite Inflationsrate direkt um 0,5 Punkte auf 2,8 Prozent im Juli nach oben. 

Der Automobilclub ADAC schätzt zudem, dass 2026 das bislang teuerste Tankjahr überhaupt werden könnte. Und je länger die Energiepreise hoch bleiben, desto größer die Gefahr, dass auch andere Preise steigen, weil etwa Transport und Kühlung von Lebensmitteln teurer werden.

Mehr zum Thema Thüringen: