Von Zeulenroda-Triebes nach Thailand: Stella Kreuzer vertritt Deutschland bei "Miss Globe"-Wettbewerb
Zeulenroda-Triebes (Landkreis Greiz) - Stella Kreuzer (22) aus Zeulenroda-Triebes vertritt Deutschland beim internationalen Schönheitswettbewerb "Miss Globe" in Thailand. Im Interview mit TAG24 erzählt die ehemalige Mitarbeiterin, wie sie zum Modeln kam, welche Rolle ihre journalistische Erfahrung heute spielt und warum bei Schönheitswettbewerben längst mehr zählt als das Aussehen.
Ihren ersten Modeljob hatte Stella 2015 bei einer Haarmodenschau. Im selben Jahr absolvierte sie ihr erstes Fotoshooting. "Ich wollte als junges Mädchen schon immer modeln", erinnert sie sich zurück.
Zunächst legte sie jedoch eine Pause ein, um sich auf ihr Abitur zu konzentrieren. 2020 kehrte sie ins Modelbusiness zurück und wurde zur "Miss Thüringen" gewählt. Ein Jahr später schaffte sie es bis ins Finale von "Miss Deutschland". 2022 reiste sie für "World Miss University Germany" schließlich bis nach Südkorea.
Nun wartet mit "Miss Globe" in Thailand die nächste internationale Erfahrung.
Dort gehe es jedoch nicht nur um klassische Disziplinen wie Auftritte in Bademode oder im jeweiligen Nationalkostüm, die Teilnehmerinnen müssen sich auch politischen und kulturellen Fragen stellen. Zudem wird auf Dinge wie Pünktlichkeit und den Umgang miteinander geachtet. Der Vorentscheid findet am 5. November statt, das Finale am 6. November.
Mehr als nur das Aussehen
In den vergangenen Jahren hat sich die Modelbranche aus Stellas Sicht definitiv verändert. Der Fokus liege inzwischen stärker auf der Persönlichkeit der Bewerberinnen und weniger ausschließlich auf ihrem Aussehen. "Jede Frau hat eine Geschichte zu erzählen, hat eine eigene Persönlichkeit und dann nur auf das Aussehen zu schauen, wäre wirklich schade", sagt sie.
Neben ihrer Arbeit als Model hat Stella Kreuzer Sprachen, Kultur und Musik in Halle studiert. Über ein zweijähriges Volontariat bei TAG24 kam sie erstmals mit dem Journalismus in Berührung. Die Tätigkeit hat sie geprägt, denn selbst in alltäglichen Gesprächen komme es manchmal vor, dass sie unbewusst anfange, Menschen zu interviewen - eine Gewohnheit, die sie aus ihrer journalistischen Arbeit mitgenommen hat.
Besonders schätzt sie am Modelbusiness die Begegnungen mit Menschen aus aller Welt. Der Kontakt mit anderen Kulturen, Sprachen und Lebensweisen sei inspirierend und eröffne neue Perspektiven. Gleichzeitig bleibt ihre Verbindung zur Heimat bestehen. Trotz ihrer Reiselust fühlt sich Stella Kreuzer eng mit Thüringen verbunden.
"Ich bin gern unterwegs, ich reise gerne, aber immer, wenn ich zurückkomme, erdet mich das einfach", sagt sie. Und auch wenn sie an anderen Orten der Welt unterwegs ist, bleibt ihre Herkunft für sie ein Teil ihrer Identität: "Egal wo ich bin, ich trage das in mir."
Titelfoto: Ulrich Brothagen
