Nach Eklat bei Anne Will: Jetzt spricht Verona Pooth

Verona Pooth (49) war am Sonntag zu Gast bei Anne Will.
Verona Pooth (49) war am Sonntag zu Gast bei Anne Will.  © ARD

Berlin - Viel Wind um nichts oder doch ein handfester Skandal? Nach Verona Pooths Auftritt in der Talkshow von Anne Will, die sich am Sonntag dem Thema Sexismus widmete, kochten die Emotionen hoch. Doch nicht etwa wegen dem 49-jährigen Model...

Was die Gemüter erhitzte, war der Kameraschwenk, der Veronas schlanke Beine von oben bis unten abscannte. Und das während gerade hitzig über sexuelle Belästigung diskutiert wurde (TAG24 berichtete).

Bei Twitter entbrannte eine Diskussion, ob das angemessen, super, das beste an der Sendung oder einfach schamlos sei. Das Resultat: Die ARD entschuldigte sich. "Diese Form der Bildführung widerspricht den redaktionellen und bildlichen Grundsätzen der Sendung. Der zuständige Regisseur bedauert den Fehler", teilte eine Pressesprecherin von Anne Will mit.

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Doch Verona Pooth, die im knappen beigen Kleid erschien, fand den Schwenk überhaupt nicht schlimm. Nun - ich habe mir es eben noch einmal angeschaut. Wegen dem „sexistischen“ Kamera- Schwenk..... also mal ganz ehrlich. Ich finde das gerade DAS nicht sexistisch ist.", kommentiert sie ein Bild aus der Sendung.

Den Schwenk über ihre Beine findet das Model überhaupt nicht schlimm.
Den Schwenk über ihre Beine findet das Model überhaupt nicht schlimm.

Sie fände beschämend, dass "eine Lappalie wie die Kameraführung jetzt genutzt wird, der ernstzunehmen Diskussion zum Sexismus den Nährboden zu nehmen", formuliert sie weiter.

"Dafür braucht sich wirklich niemand bei mir entschuldigen und ich finde es eher falsch, DARAUF das Augenmerk zu legen. Macht euch vielleicht lieber Gedanken darüber, dass ein „Schauspieler“ ( Kevin Spacey) in seiner „Kunst“ nicht beschnitten werden darf. „Nur“ weil er minderjährige sexuell missbraucht und belästigt hat. Wie auch zum Beispiel der „Künstler“ Woody Allen, der erst kürzlich mit dem Golden Globe für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde, trotz der massiven sexübergreifenden Vorwürfe nicht nur seiner eigenen Tochter."

"Und Roman Polanski, Klaus Kinski, Harvey Weinstein um nur ein paar weitere dieser Künstler aufzählen", greift sie prominente Beispiele auf. Die #Metoo-Debatte wurde schließlich erst durch die Vorwürfe an Produzent Weinstein ins Rollen gebracht.

Verona Pooth hätte gerne noch ein wenig kontroverser darüber diskutiert, wie diese "Skandale", so schreibt sie, jahrelang eher unter den Tisch gekehrt wurden.

Auch ihr selbst seien schon oft sexistische Dinge wiederfahren, doch nie wurde sie ernsthaft genötigt, erzählte die 49-Jährige in der Sendung.

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