Hamburg/Zürich - Unglaublich! Annett Louisan (49) wusste, dass sie Halbgeschwister hat, lernte sie aber nie kennen. Bis sich vor einigen Jahren die Blicke mit einem Mann im Publikum kreuzten.
Wie die Sängerin im Bild-Podcast "MayWay" berichtet, kannte sie lange Jahre zwar die Namen ihrer Halbgeschwister, habe die anderen Kinder ihres Vaters aber nie getroffen.
Dann habe sie 2013 oder 2014 bei einem Champagner mit einer Freundin über sie gesprochen und eine Suche bei Facebook gestartet.
"Da sprang mich ein Bild an! Ein Foto von einem jungen Mann, der so aussah wie ich, nur als Mann. Und ich dachte so, der war mir wahnsinnig sympathisch sofort", erzählt die 49-Jährige.
Doch sie ging der Spur nicht nach - bis zu einem Konzert in Zürich.
Als die Künstlerin, die mit bürgerlichem Namen Annett Päge heißt, während des Konzertes durch die Zuschauerreihen geht, kreuzt sich ihr Blick mit dem eines Mannes.
"Und dann sehe ich dieses Gesicht, und wir beide hatten sofort glasige Augen", erinnert sich die Wahl-Hamburgerin. Sie hätten einander sofort erkannt.
"Es war mein Halbbruder Robert. Und dann haben wir uns zugezwinkert, und dann hat er nach dem Konzert auf mich gewartet. Wir sind in Zürich ausgegangen, haben gesprochen", sagt Louisan.
Vater tauchte nach ihrem Durchbruch bei einer Autogrammstunde auf
Mit Robert, der in Zürich mit seinem Mann lebt, pflege sie bis heute Kontakt. "Das ist halt irgendwie auch echt eine magische Geschichte. Das sollte halt auch so sein", meint die 49-Jährige.
Anders verhält es sich mit den anderen Halbgeschwistern, die sie bis heute nie getroffen habe.
Mit ihrem leiblichen Vater hatte sie lange keinen Kontakt, es habe von beiden Seiten kein Interesse gegeben. Erst als sie 2004 ihren Durchbruch feierte, tauchte er plötzlich bei einer Autogrammstunde auf.
"Das ist halt natürlich ein ungünstiger Zeitpunkt. Das ist halt falsch gewählt. Und das hat dazu geführt, dass ich lange auch den Kontakt abgelehnt habe", so die Musikerin.
Als sie selbst Mutter wurde, näherten sich Vater und Tochter wieder etwas an, das Verhältnis blieb aber distanziert.