Annika Lau verrät: "Ich weine ganz viel im Auto"
Berlin - TV-Moderatorin Annika Lau (47) spricht erstmals ausführlicher über die ADHS-Diagnose ihres Sohnes Baz (10) – und darüber, wie sehr sie den Familienalltag prägt.
Ihr Sohn ist laut Lau unglaublich lustig, sehr klug und schnell im Kopf. Gleichzeitig kann er aber auch ausgesprochen faul sein, erzählt die Frau von Schauspieler Frederick Lau (37) in der "Gala".
Gerade diese Gegensätze sind für sie als Mutter manchmal schwer auszuhalten.
Besonders beschäftigt die Moderatorin, wie andere Menschen mit ihrem Sohn umgehen. Kinder mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) werden ihrer Erfahrung nach häufiger kritisiert und für Probleme verantwortlich gemacht, statt positives Feedback zu bekommen.
"Kinder wie er stoßen überall auf Ablehnung", sagt Lau. Sie hat den Eindruck, dass solche Kinder eher daran gewöhnt sind, ausgeschimpft zu werden, als Anerkennung zu erfahren.
Die Situation geht auch an der dreifachen Mutter nicht spurlos vorbei. Wenn ihr alles zu viel wird, lässt Lau ihren Gefühlen freien Lauf. "Ich weine ganz viel im Auto", verrät die 47-Jährige.
Das ist ihr persönliches Ventil. Mittlerweile schämt sie sich dafür auch nicht mehr und erzählt, dass sie sogar auf offener Straße weint.
Bei Baz und Vater Frederick fliegen die Fetzen
Bei einer Sache erkennt Lau zudem deutliche Parallelen zwischen ihrem Sohn und dessen Vater, Frederick Lau (37). Die beiden sind sich in ihrer Art offenbar erstaunlich ähnlich.
Wenn Vater und Sohn aneinandergeraten, kann es laut der Moderatorin ordentlich krachen. Die beiden sind dann "wie eine Person, einmal in groß und einmal in klein".
Die Streitereien erinnern sie dabei an zwei Sechsjährige: Es wird gebrüllt und mitunter werden auch Sachen geworfen.
Doch lange hält der Ärger offenbar nicht an. Nur wenige Minuten später liegen sich die beiden wieder in den Armen und sagen sich: "Alles okay, wir schaffen das!"
Titelfoto: Fabian Sommer/dpa

