Bade-Ärger in Berlin: TV-Star Wigald Boning bekommt es mit der Polizei zu tun

Berlin - Entertainer Wigald Boning (59) hat bei einem Badeausflug in der Spree in Berlin-Mitte vorübergehend die Polizei auf den Plan gerufen.

Wigald Bonings (59) Baden in der Spree blieb nicht ohne Folgen.  © Facebook/Wigald Boning

Auslöser war der mittlerweile 1364. Badetag in Folge des Kult-Komikers. Ende März stieg Boning in Begleitung seiner Schwimm-Kollegin Petra ins Wasser - direkt vor dem Reichstag im Regierungsviertel, wie er auf Facebook verriet.

In dem Video bezog sich der Unterhaltungskünstler auch auf Chris Gueffroy, dem letzten Todesopfer an der Berliner Mauer.

Das war im Februar 1989. Der damals 20-jährige Gueffroy arbeitete als Kellner und sollte im Mai zur Nationalen Volksarmee eingezogen werden, wollte aber lieber reisen und die USA sehen.

Promis & Stars Trauriges Geständnis von Pierre M. Krause: Freunde haben sich wegen Krebs nicht mehr gemeldet

Bei seinem Versuch, die Spree zu durchschwimmen, erschossen ihn Grenzer, so Boning. Allerdings: Gueffroy wollte über den Britzer Verbindungskanal, der die Grenze zum West-Berliner Stadtbezirk Neukölln bildete, fliehen, nicht über die Spree.

"Nicht weit davon entfernt und heute feiern wir den Jahrestag des Schengener Abkommens", erklärte Boning im Video das Jubiläum zur Freizügigkeit in der EU. "Freies Reisen durch ganz Europa sind so die Gedanken, die Petra und mir hier im Wasser mit Blick auf den Reichstag durch den Kopf gehen."

Dann kam es allerdings anders als erwartet: "Keine Schiffe, kaum Passanten, doch zwei Polizisten, die dann unsere Personalien aufnehmen. Wir bekommen Post. Bin mal gespannt, was drinsteht", schloss Boning den Beitrag.

Anzeige

Wigald Boning bekommt wegen Badetages Anzeige von der Polizei

Der Entertainer schwamm mit seiner Begleitung Petra im Wasser vor dem Reichstag.  © Facebook/Wigald Boning

Auf Nachfrage von TAG24 sagte die Berliner Polizei, "dass zum angefragten Sachverhalt durch die Polizei Berlin zwei Ordnungswidrigkeitenverfahren (Zuwiderhandlung Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung) eingeleitet wurden".

Weitere Auskünfte könnten aus Gründen des Datenschutzes und der Persönlichkeitsrechte nicht mitgeteilt werden, informierte ein Sprecher.

Eine Userin merkte an: "Habe Google gefragt. Verbot Spree/Innenstadt seit 1925. Bußgeld bis 5000 Euro möglich." Boning entgegnete witzelnd: "Ich rechne eher mit einem Hundertstel. Sonst sollen sie wenigstens Schilder aufhängen."

Promis & Stars Jim E. Brown live in Berlin: Ein Blick in die verrückte Welt eines schrägen Vogels

Der 59-Jährige schwimmt seit 2022 täglich im Freien, unabhängig von Wetter oder Jahreszeit. Er dokumentiert dieses Ritual auf seinen Social-Media-Kanälen.

Mehr zum Thema Promis & Stars: