Von Cordula Dieckmann
München - Schauspieler Christian Tramitz (71) musste sich beim Dreh von neuen Folgen der Krimiserie "Hubert ohne Staller" mit einer Angst aus Kindheitstagen auseinandersetzen - der vor Clowns.
"Einem Autor habe ich fatalerweise erzählt, dass ich an Clownphobie leide. Um mich zu ärgern, haben sie eine Folge geschrieben, in der ich undercover eine Clownschule besuchen muss", sagte der 71-Jährige der Deutschen Presse-Agentur in München.
Haben die Dreharbeiten seine Angst vor den bunt geschminkten Spaßmachern gemildert? "Nein, leider nicht, eher verstärkt", räumte Tramitz ein und ergänzt: "ein teilweise traumatisches Erlebnis für mich".
Seine Abneigung reicht bei Tramitz ("Das Kanu des Manitu") Jahrzehnte zurück. "Meine Mutter hat mir erzählt, dass ich als Kind schon schreiend aus dem Zirkus gelaufen bin, wenn ein Clown aufgetreten ist", erzählte er. Die Ursache? "Ich weiß es nicht. Aber Coulrophobie ist anscheinend sehr verbreitet", sagte der 71-Jährige über den Fachbegriff für diese Reaktion.
Die 13. Staffel "Hubert ohne Staller" startet am Mittwoch (14. Oktober) um 18.50 Uhr im Ersten und in der ARD-Mediathek.
Seit 15 Jahren spielt Tramitz darin den Polizeimeister Franz Hubert, der im bayerischen Oberland Verbrecher jagt, anfangs mit Helmfried von Lüttichau als Johannes Staller. Nach dem Ausstieg von Lüttichau machte Tramitz weiter - und aus "Hubert und Staller" wurde "Hubert ohne Staller".