Frederick Lau serviert jetzt Döner – aber nicht so, wie man den Klassiker kennt
Berlin - In Berlin gibt es jetzt einen neuen veganen Dönerladen. Hinter dem Kebab-Konzept stehen Schauspieler Frederick Lau (37) und seine Frau, Moderatorin Annika Lau (47). Das Besondere: Statt Fleisch landet hier Erbsenprotein im Brot. TAG24 war bei der Eröffnung vor Ort und hat den neuen veganen Döner getestet.
Mitten in Kreuzberg, unweit des Kottbusser Tors, haben Frederick Lau (37) und seine Frau Annika Lau (47) am 4. September ihren neuen Laden "Döner Pro" eröffnet.
Kurz vor der Eröffnung um 12 Uhr reicht die Schlange bis um die Ecke der Oranienstraße 190. Neben Dönerliebhabern, Fans und Food-Influencern schauen auch einige prominente Gesichter vorbei.
Mit dabei sind unter anderem Fernsehkoch Ralf Zacherl (55), Schauspieler Jan Sosniok (58) und Moderator Patrice Bouédibéla (51).
Auch Frederick und Annika Lau lassen sich vor dem Eingang blicken. Frederick gönnt sich dabei natürlich seinen eigenen Döner – und lässt es sich sichtlich schmecken.
Der Laden selbst kommt modern und schlicht daher. Drei Tische mit Stühlen, ein kleiner Tresen und eine übersichtliche Karte – mehr braucht es hier offenbar nicht.
Zum Start gibt es den Kebab für gerade einmal 2,50 Euro. Regulär soll er später 6,90 Euro kosten.
Beim ersten Blick auf die Brottasche fällt allerdings auf: Besonders prall gefüllt ist der Döner nicht. Wer es gewohnt ist, dass links und rechts Salat und Fleisch aus dem Brot quillen, könnte hier zunächst etwas enttäuscht sein. Für den kleinen Hunger ist die Größe aber durchaus passend.
Bei den Zutaten gibt es vieles, was man vom klassischen Döner kennt: Salat, dazu Kräuter-, Knoblauch- und scharfe Soße. Außerdem stehen verschiedene Toppings wie Peperoni, Granatapfelkerne, Röstzwiebeln und grüne Bohnen zur Auswahl.
Aber wie schmeckt der fleischlose Döner?
Das Brot ist außen schön kross und innen angenehm weich. Der Salat ist knackig und frisch, allerdings auch etwas säuerlich, was den Gesamteindruck ein wenig trübt.
Und dann ist da natürlich das "Dönerfleisch".
Hier sollte man keine falschen Vorstellungen haben: Die gleiche Konsistenz und Knusprigkeit wie bei einem klassischen Fleischspieß darf man nicht erwarten.
Trotzdem macht die Erbsenprotein-Variante ihre Sache erstaunlich gut. Die Streifen sind dünn geschnitten, würzig und bissfest.
Es fühlt sich nicht wie ein komplett fremdes Produkt an, sondern funktioniert im Zusammenspiel mit Brot, Salat und Soße tatsächlich als Döner.
Warum eigentlich "Döner Pro"?
Hinter dem Namen steckt ein kleines Wortspiel: Das "Pro" steht für Protein – genauer gesagt für Erbsenprotein, die Grundlage des Fleischersatzes.
Das Team hinter dem Projekt hat nach eigenen Angaben jahrzehntelange Döner-Erfahrung und will einen fleischlosen Kebab anbieten, der möglichst nah am Original bleibt.
Auch Frederick Lau erklärte gegenüber der B.Z., dass er quasi vegetarisch aufgewachsen sei. Sein Anspruch sei deshalb gewesen, einen Döner zu entwickeln, der nicht nach Seitan schmeckt, sondern möglichst wie ein originaler Berliner Döner vom Spieß.
Für Veganer, denen Soja-Ersatzprodukte vielleicht schon zum Hals heraushängen, und für neugierige Dönerfans, die offen für fleischlose Alternativen sind, ist das durchaus eine abwechslungsreiche Variante.
Titelfoto: Fabian Sommer/dpa

