Aschaffenburg - Moderatorin und TV-Persönlichkeit Mona Buruncuk ist aktive Tierschützerin und selbst Besitzerin zweier Cocker Spaniel. Als Tierliebhaberin hat sie auch den "Hunde-Eklat" um Hubert Fella (58) mitverfolgt und mit Unverständnis darauf reagiert.
Der ehemalige Dschungelcamp-Teilnehmer hatte sich der jungen, süßen Hündin Bella aus einem Tierschutz angenommen, aber bereits nach zwei Wochen wieder abgegeben - wegen Überforderung. Das sorgte für viele verärgerte Kommentare von Tierfreundinnen und Tierfreunden, auch innerhalb von Huberts Community.
Mona kann Huberts Verhalten, mit dem sie seit vielen Jahren bekannt ist, in dieser Angelegenheit ebenfalls nicht nachvollziehen. "Ein Hund ist kein Gegenstand, den man ausprobiert und wieder abgibt, wenn es anstrengender wird als gedacht", sagt sie im Gespräch mit TAG24. "Wer sich für einen Hund entscheidet, muss auch bereit sein, die Arbeit zu investieren, die dazugehören kann", fährt sie fort.
Zudem könne man in eine Hundeschule gehen oder sich bei Bedarf auch an einen guten Trainer wenden.
In jedem Fall brauche ein Tier Zeit, vor allem dann, wenn es wie Bella die ersten Monate des Lebens in einer rumänischen Tötungsstation verbracht hat. "Vielleicht dauert es Wochen, vielleicht länger. Das weiß vorher niemand", sagt Mona.
"Man entscheidet sich für ein Lebewesen und nicht für ein Rasse-Etikett", sagt Mona Buruncuk
Besonders ärgert es Mona, dass Hubert gegenüber der "Bild" die Rasse seines Hundes als einen der Gründe für die Rückgabe angegeben hatte. Er habe angenommen, dass es sich bei Bella um einen Malteser handelt, dann seien aber "Terrier und Pudel mit drin" gewesen.
"Ganz ehrlich: Wenn ich einen Hund aus dem Tierschutz aufnehme, dann will ich mir keine Rasse aussuchen. Sonst gehe ich zum Züchter", erläutert sie. "Wenn ich mich bewusst für einen geretteten Hund entscheide, entscheide ich mich für ein Lebewesen und nicht für ein Rasse-Etikett."
Letztlich hält Mona es für das Beste für alle Beteiligten, dass Bella an den Tierschutz zurückgegeben wurde. "Wenn jemand tatsächlich feststellt, dass er einem Tier dauerhaft nicht gerecht werden kann, ist eine Rückgabe möglicherweise besser, als an einer Situation festzuhalten, unter der am Ende auch der Hund leidet", sagt sie.
Und für die kleine Bella wünscht sich Mona: "Sie bekommt jetzt hoffentlich noch einmal die Chance auf Menschen, die ihr das geben können, was sie braucht: Liebe, Beschäftigung, Geduld und vor allem Zeit."