Julian F. M. Stoeckel über Friedrich Merz: "Ich habe mir sehr viel versprochen"

Berlin - Entertainer Julian F. M. Stoeckel (39) interessiert sich nicht nur für die deutsche Unterhaltungsbranche, sondern verfolgt auch aufmerksam das politische Geschehen in Deutschland. Für die Probleme im Land, die AfD und auch für Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) findet er klare Worte.

Julian F. M. Stoeckel (39) kennt sich nicht nur in der Promi-Landschaft, sondern auch in der politischen Welt aus.  © IMAGO/BOBO

Seit 2024 ist Stoeckel Mitglied der CDU. Dass er einmal bei den Christdemokraten landen würde, war dabei keineswegs selbstverständlich. Denn zuvor habe er viele Jahre lang SPD gewählt, erzählt Stoeckel im Gespräch mit dem Reality-Magazin "KUKKSI".

Besonders die Kulturpolitik unter Ex-Kanzler Gerhard Schröder (82) habe ihm gefallen. Zeitweise habe er sogar darüber nachgedacht, selbst bei den Sozialdemokraten aktiv zu werden. Nach ersten Kontakten mit der Partei habe er sich jedoch anders entschieden. "Grüne/Linke sind nicht infrage gekommen, deswegen habe ich mich dann für die CDU entschieden", erklärt die TV-Bekanntheit.

Heute blickt Stoeckel allerdings mit Sorge auf die Entwicklung in Deutschland. Ein großes Problem ist für ihn der Wohnungsmarkt. Gerade in Berlin seien die Preise für viele Menschen kaum noch zu stemmen. "Wie kann es sein, dass eine 60-Quadratmeter-Wohnung in Berlin nicht unter 1500 Euro zu bekommen ist?", kritisiert er. Er weiß, wovon er spricht, denn erst im April suchte er nach einem Brand in seinem Wohnhaus öffentlich nach einer neuen Bleibe.

Promis & Stars RTL-Moderatorin muss mit Neugeborenem in Klinik: "Es zerbricht mir mein Herz ..."

Auch vom Bundeskanzler hatte sich der 39-Jährige mehr erhofft. "Ich habe mir sehr viel versprochen von Friedrich Merz - ich habe gedacht, dass er wirklich eine wirtschaftliche Wende voranbringt", sagt Stoeckel gegenüber "KUKKSI".

Merz bringe aus seiner Sicht wichtige Erfahrungen aus der Wirtschaft mit und wisse, "wie man Geld verdient" und "wie man Erfolg generiert". Trotzdem vermisst Stoeckel bislang die von ihm erwartete Umsetzung seiner politischen Vorhaben.

Anzeige

Deutliche Worte gegen die AfD

Mit der politischen Führung durch Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) ist der Entertainer wenig zufrieden. (Archivfoto)  © Michael Kappeler/dpa

Besonders kritisch äußert sich Julian F. M. Stoeckel zur AfD. Dass die Partei immer mehr Zustimmung bekommt, sieht er auch als Warnsignal an die etablierten Parteien. "Im Moment bin ich nicht so glücklich mit der Politik! Wir müssen, glaube ich, wieder Politik für die Bürger machen", meint der Reality-Star.

Die AfD selbst nimmt er dabei hart ins Visier. "Ich habe das Gefühl, dass die AfD wie der Rattenfänger von Hameln nur Menschen einfängt", sagt Stoeckel. Er bezweifelt zudem, dass sich alle Anhänger intensiv mit den politischen Forderungen der Partei auseinandersetzen. Sein Fazit: "Das bedeutet, dass die AfD nur sagt, was die Leute hören wollen."

Eine Koalition mit der AfD kommt für ihn deshalb nicht infrage. Zwar hält Stoeckel "Brandmauern" zwischen demokratischen Parteien grundsätzlich für problematisch.

Promis & Stars Nach Tod von Hayden Panettiere (†36): Jetzt äußert sich Wladimir Klitschko

Bei der AfD sei für ihn jedoch eine klare Grenze erreicht: "Damit sollte es auch keine Zusammenarbeit oder Koalition geben."

Mehr zum Thema Promis & Stars: