Max von der Groeben über seinen neuen Film: "Einer der emotionalsten Drehs, die ich hatte"
Berlin - Für Max von der Groeben (34) war der Dreh zu "Das gewisse Etwas" (ab 3. September im Kino) mehr als nur ein weiterer Filmjob. Im TAG24-Interview erzählt der Schauspieler von einem besonders emotionalen Set, bei dem auch Tränen flossen, und verrät, was für ihn wahre Freundschaft ausmacht.
Für seine neue Rolle schlüpft Max in die Haut des Ganoven Alex. Doch hinter der Figur steckt weit mehr als ein etwas schräger Halbgangster: Alex ist verloren, hat ein schwieriges Verhältnis zu seinem Vater und muss lernen, seine Vorurteile abzulegen. Eine Entwicklung, die auch Max selbst beschäftigt.
"Das war einer der emotionalsten Drehs, die ich hatte", erklärt der Schauspieler im Gespräch.
Der Grund: Er stand für den Film mit zahlreichen Darstellerinnen und Darstellern mit Beeinträchtigungen vor der Kamera. Einige von ihnen präsentierten sich dabei zum ersten Mal überhaupt vor einer Kamera, andere waren bereits erfahrene Schauspieler.
"Es wurde wahnsinnig viel gelacht, aber auch geweint. Es wurde geschimpft, und sich dann wieder in den Armen gelegen", so der 34-Jährige.
Auch gesellschaftlich hat der Film für Max eine klare Botschaft. Gerade in einer Zeit, in der die Gesellschaft zunehmend gespalten sei, brauche es Geschichten über Gemeinschaft, Empathie und Menschlichkeit.
Und der TV-Star geht noch einen Schritt weiter: Für ihn kann genau dieses Gemeinschaftsgefühl sogar der Schlüssel zum persönlichen Glück sein. "Ich glaube, dass Liebe oder dieses Gemeinschaftsgefühl auch der Weg zum eigenen individuellen Glück ist. Denn nur gemeinsam sind wir stark", betont er.
Das ist für Max von der Groeben das "gewisse Etwas"
Im Gespräch wird der Schauspieler noch persönlicher und spricht darüber, was für ihn das "gewisse Etwas" im Leben ausmacht.
Es gehe vor allem darum, mit sich selbst im Reinen zu sein. Gerade sein Beruf als Schauspieler sei fordernd und ständig abwechslungsreich. "Und dabei trotzdem immer die Verbindung zu sich selbst zu finden und sie weiter zu halten. Ja, das erfordert manchmal auch das gewisse Etwas an Beständigkeit, an Geduld und an Zuversicht und Vertrauen und einen optimistischen Blick in die Zukunft", erklärt Max.
Auch beim Thema Freundschaft wird der "Fack ju Göthe"-Star deutlich. Was macht für ihn einen echten Freund aus? Seine Antwort ist kurz, aber eindeutig: "Vertrauen und Offenheit und Ehrlichkeit ist, glaube ich, das Wichtigste."
Zudem betont er, wie wichtig es sei, Menschen grundsätzlich offen, vor allem mit einem offenen Herzen und einem offenen Blick, zu begegnen. Das mache es für alle Beteiligten und letztlich auch für einen selbst leichter.
Mit genau diesem Gefühl sollen die Zuschauer seiner Meinung nach das Kino verlassen: "mit einem erfüllten und offenen Herzen" – und im besten Fall mit einem Lachen, ein paar Tränen und etwas zum Nachdenken.
Titelfoto: Christoph Soeder/dpa

