Monika Gruber nach U-Bahn-Fahrt in München schockiert: "Das gab's vor zehn Jahren nicht"

München - Kabarettistin Monika Gruber (55) ist entsetzt vom Verfall der deutschen Städte. Bei einer U-Bahn-Fahrt in München wurden ihr die Zustände besonders drastisch vor Augen geführt.

Monika Gruber (55) wettert über die Vermüllung in deutschen Städten.  © Matthias Balk/dpa

Wenn man von Südtirol nach Deutschland fahre, merke man, "wie der Verfall bei uns so leise, so sukzessive vonstattengegangen ist", erklärt die 55 Jahre alte Oberbayerin in ihrem Podcast "Die letzten Monikaner". Alles sei immer "abgeranzter", "dreckiger" und "schmuddeliger" geworden.

"Neulich bin ich mal wieder U-Bahn gefahren in München – heilsam", meint Gruber.

"In der Studentenstadt habe ich geparkt. Dann steigst du da ein und dann denkst du dir: 'Seit wann sind denn da die Mülleimer weggeschraubt worden?' Und seitdem die nämlich weggeschraubt worden sind, schmeißen die Leute einfach an die Position, wo früher die Mülleimer waren, ihr Zeug dahin."

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Monika Gruber kann gar nicht glauben, was die Leute alles einfach auf die Straße werfen. "Da liegt dann alles: Abfälle, Essensreste, Matratzen, Kleidung, Schuhe", wettert die 55-Jährige.

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Monika Gruber entsetzt von Vermüllung: EU-Richtlinie schuld?

Ein typisches Bild in deutschen Großstädten: Kleidung und anderer Müll liegen vor einem Altglas-Container.  © Marco Krefting/dpa

Auch in ihrer Heimatstadt stellte Monika Gruber eine Vermüllung fest. "Dann bin ich am Kleidercontainer bei uns in Erding vorbeigefahren. Dasselbe Bild: Die schmeißen die ganze Scheiße – Entschuldigung – einfach daneben hin. Und das gab's früher nicht. Das gab's vor zehn Jahren nicht."

Grubers Podcast-Kollege, der Autor und Journalist Andreas Hock (51), hat eine Erklärung für die zunehmende Vermüllung in deutschen Städten. "Ja, weil es früher das Gesetz auch nicht gab, dass du es nicht mehr im Hausmüll entsorgen darfst."

Damit spielt Hock auf die seit dem 1. Januar 2025 geltende EU-Richtlinie für Alttextilien an. Demnach dürfen Textilien nicht mehr im Restmüll entsorgt werden.

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Das Problem: Die Regelung unterscheidet nicht zwischen tragbarer Kleidung und Textilmüll. Viele Verbraucher werfen seitdem auch kaputte, zerschlissene oder verschmutzte Kleidung in die Altkleider-Container.

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