"Wir sagen das Wort nie": Patrice Aminati vertraut sich berühmtem Psychologen an

Dresden/Weilerswist - Es war ein intensives und zugleich emotionales Gespräch: Im neuen ZDF-Format "Terra Xplore: Im Kopf von …" hat sich die krebskranke Patrice Aminati (31) dem berühmten Psychologen Leon Windscheid (37) anvertraut. Dabei gab sie viele private Einblicke.

In einem Retro-Camper wollte Psychologe Leon Windscheid (37) mehr über Patrice Aminati (31), ihre Krebserkrankung und den Umgang damit erfahren.  © ZDF/Marius Fuchtmann

Die beiden Promis trafen sich zu einer Fahrt im Retro-Camper. Das Ziel war der Swister Turm, ein mittelalterliches Wahrzeichen und Pilgerort von Weilerswist (Nordrhein-Westfalen), wo es sich beide am Esstisch des Wohnmobils gemütlich machten. Windscheid hatte allerlei Fragen im Gepäck.

So interessierte ihn vor allem, ob Aminati mit ihrer Tochter Charly Malika (4) über die Krebserkrankung redet. Dazu die 31-Jährige ganz offen: "Also das Wort 'Krebs' fällt bei uns nie. [...] Ich habe sie noch nicht darüber aufgeklärt, was im Raum steht. Auch mit den Eltern: Wir sagen das Wort nie."

Natürlich könne sie die Krankheit aber nicht vollständig vor Charly Malika verstecken. "Kinder spüren die Energie. Sie spüren die Haltung", erzählt Aminati. Dies sei auch der Grund, warum sich ihre Tochter dann zurücknehme, was sie "unfassbar traurig" stimme. "Ich würde es so wahnsinnig gerne ändern, und das ist auch das, was mich so wahnsinnig wütend macht."

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Die Influencerin betont: "Obwohl ich sehr krank bin, will ich immer präsent sein. Auch wenn ich da mit der Heizdecke liege, aber Mama ist immer da, Mama ist immer sichtbar. [...] Ich war zum Beispiel nie auf Kur, sondern ich will immer für sie sichtbar sein."

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Patrice Aminati über Moment größter Todesangst: "Habe gemerkt, dass der Krebs Überhand gewinnt"

Am Swister Turm von Weilerswist kamen beide über den Glauben ins Gespräch.  © ZDF/Marius Fuchtmann

Vor der Kulisse des Kirchturms auf dem Swisterberg wollte Windscheid auch über den Glauben sprechen. "Wenn ich jetzt Papa wäre und noch so jung und dann kriege ich eine tödliche Krankheit. Wie kann denn Gott so was zulassen?", fragte er sich.

Aminatis Meinung dazu: "Es ist eine Stütze und eine Hilfe, und es ist tröstlich. Es ist ja eigentlich wie ein Placebo. Ich weiß auch nicht, ob da oben einer auf der Wolke sitzt. Aber Hauptsache, es hilft dir. [...] Solange es dir Stärke aus dir selbst heraus verleiht, ist es doch toll."

Windscheid wollte daran anknüpfend wissen, wie Aminati selbst zum Glauben gefunden hat. Die junge Frau erzählte von einem Moment "größter Todesangst" im Jahr 2024, als sie abends im Bett gelegen und Knoten unter der Haut gespürt habe. "Ich war voller Metastasen und habe gemerkt, dass der Krebs Überhand gewinnt."

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Ihre Reaktion darauf: "Da habe ich gesagt: Lieber Gott, ich weiß, wir reden nicht oft miteinander, aber ich brauche dich jetzt. [...] Bitte hilf mir, nicht für mich, sondern für meine kleine Tochter, die ich nicht zurücklassen will."

Die vollständige Sendung steht in der ZDF-Mediathek zum Abruf bereit.

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