Sylvester Stallone als Teenager fast vergewaltigt: "Er fiel von hinten über mich her"

Los Angeles - Es muss die Hölle auf Erden gewesen sein: Erstmals spricht Action-Star Sylvester Stallone (80) über seine Zeit in einer psychiatrischen Anstalt, in die er als Teenager eingeliefert wurde. Dort widerfuhr ihm Schreckliches.

Sylvester Stallone (80) schildert Entsetzliches aus seiner Jugend.  © dpa/Invision/CJ Rivera

In der Psychiatrie sei er als 17-Jähriger in die berüchtigte "Schlangengrube", einem betonierten Badezimmer gekommen. "Die Wärter hatten mich mit einem Riesenkerl zusammengesperrt", erzählt er im "Spiegel".

"Er fiel von hinten über mich her, packte wie von Sinnen meinen Schwanz und ließ ihn nicht wieder los. Wären nicht zwei Wärter in die Zelle gestürmt, hätte er mich umgebracht." Er habe sich in seinem Leben nie verletzlicher gefühlt.

Der "Rambo"-Darsteller sei von seiner Schule in die Anstalt eingewiesen worden, weil er sich eines Nachts vom Gelände geschlichen hatte, um ein Mädchen zu treffen. "Es war eine Strafmaßnahme."

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Doch die psychiatrische Einrichtung war nicht nur für Jugendliche. "Teenager wie ich wurden dort mit Menschen, die man für psychisch krank hielt, aber auch mit wirklich geistig gestörten Straftätern zusammengesperrt. Überall wurde geschrien, es stank. Es herrschte tatsächlich die totale Entmenschlichung", so der Schauspieler in dem Interview.

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Auch Frauen wurden in der Anstalt missbraucht

Der Action-Star arbeitete seine Traumata in Filmen wie "Rambo" auf.  © IMAGO/Allstar

Auch Frauen seien in der Anstalt gequält worden. Man habe ihnen die Haare kurz geschnitten, ihre Fingernägel seien dreckig gewesen. Man habe sie verwahrlosen lassen.

"Sie sahen aus wie Zombies. Etwa alle zehn Tage führten die Wärter sie zu den psychisch kranken Männern, die dann bei ihrem Anblick hemmungslos masturbierten. Die Wärter amüsierten sich. Es war bestialisch, ich kann das nicht vergessen."

All diese Schrecken habe er in seinen Filmen verarbeiten können. Wenn er an einem neuen Drehbuch arbeite oder vor der Kamera stehe, "rufe ich mir förmlich Gerüche und Bilder in Erinnerung."

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