Los Angeles (USA) - John Rambo ist wohl eine der bekanntesten Figuren der Filmgeschichte. Doch US-Schauspieler Sylvester Stallone (80) sah das zunächst ganz anders.
Als er die fertige Fassung des ersten "Rambo"-Films zu Gesicht bekam, war er offenbar so entsetzt, dass er den Film am liebsten verschwinden lassen hätte.
In einem Interview mit der New York Times erzählte Stallone, er habe sogar versucht, die Rechte an dem Film zurückzukaufen - mit dem Ziel, ihn anschließend zu zerstören. Der Streifen habe zwar zum Männlichkeitsideal der 80er-Jahre gepasst, sei aber nicht besonders gut gewesen.
"Ich glaube, ich war der elfte Schauspieler, dem die Rolle angeboten wurde - niemand wollte sie spielen, weil sie nicht besonders politisch korrekt war. Der Film war einfach so schlecht", erzählte der 80-Jährige.
Mehrere große Schauspieler sollen zuvor abgewinkt haben, darunter Dustin Hoffman, James Garner, Robert De Niro, Paul Newman und Michael Douglas.
Stallone hielt damals dennoch an dem Projekt fest. Er hatte das Drehbuch geschrieben und eine klare Bedingung: Er wollte Rambo selbst spielen. Die Produzenten hätten zwar Interesse an der Vorlage gehabt, ihn als Hauptdarsteller jedoch zunächst nicht akzeptieren wollen.
Stallone blieb hartnäckig, auch weil er überzeugt war, dass der Film seine große Chance in Hollywood sein könnte. Rückblickend sollte er damit Recht behalten.
Sylvester Stallone plaudert über damalige Rivalität mit Arnold Schwarzenegger
Auf "Rambo" aus dem Jahr 1982 folgten vier weitere Filme, zuletzt "Rambo: Last Blood" im Jahr 2019. Ein sechster Teil ist als Prequel geplant und soll im Sommer 2027 unter dem Titel "John Rambo" in die Kinos kommen.
Auch Stallones berühmte Rivalität mit Arnold Schwarzenegger (79) gehört für ihn rückblickend zu dieser Ära. Beide standen im selben Action-Genre und trieben sich gegenseitig zu immer größeren Projekten an. Heute seien sie gute Freunde - doch damals, so Stallone, brauchten sie einander als Rivalen.