Köln - Obwohl Torsten Sträter (59) seine Tumor-Erkrankung inzwischen überwunden hat, veränderte die Schock-Diagnose zu Beginn dieses Jahres den Blick auf sein Leben.
Vor wenigen Monaten hatte der in Dortmund geborene Comedian noch alle seine Auftritte absagen müssen. Im Mai war er dann auf die Bühne zurückgekehrt. Ab September geht er mit neuem Programm auf Tournee.
Aktuell sei der Krebs unter Kontrolle, wie Sträter im Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) erklärte. Die Konfrontation mit der Krankheit habe ihn in diesem Jahr aber viele Sachen bewusst werden lassen.
Demnach brauche es im Leben eigentlich gar nicht viel: "Ein bisschen Stille, ein bisschen geliebte Menschen um mich herum, ein bisschen einen guten Film im Kino sehen, ein bisschen Autofahren", sinnierte der 59-Jährige.
Vor allem Letzteres mache er unheimlich gerne, wie Sträter gegenüber dem RND betonte. Dies sei ihm allerdings erst bewusst geworden, nachdem er sich im Zuge der Krebs-Therapie sechs Wochen lang nicht hinters Steuer setzen durfte.
Torsten Sträter stellt klar: "Ich will keine Tumorgeschichte erzählen!"
Doch damit nicht genug: "Ich kann mich neuerdings aufraffen, Dinge sofort zu machen, um mich selbst mit Erinnerungen anzufüllen und Dinge geregelt zu bekommen", betonte der passionierte Beanie-Mützen-Träger. Früher habe er Aufgaben auch gerne mal "verzögert".
Zum Stoff für sein neues Bühnenprogramm möchte Sträter die überwundene Erkrankung aber nicht machen, wie er gegenüber dem RND klarstellte. "Ich will keine Tumorgeschichte erzählen", merkte der 59-Jährige in aller Deutlichkeit an.
Seine Begründung: "Erst mal kennt das jeder Dritte aus seinem Umfeld und erfährt dann nur, dass ich die gleichen Ängste und Schmerzen habe wie alle anderen auch. Das will ich nicht."
Er wolle schließlich unterhaltsam sein. "Aber zu dieser Mischung aus schwerer Erkrankung und Unterhaltung fehlt mir noch die Idee", so Sträter.