Los Angeles - Seit 2011 steckte Jim Thornton (61) zahlreiche Hörer der US-Radiosendung "Wheel of Fortune" ("Glücksrad") mit seiner fröhlichen Art an. Doch vorerst ist die Arbeit des Moderators Geschichte, denn er wurde wegen Pädophilie-Vorwürfen entlassen.
Dem Promiportal TMZ liegen brisante Bilder vor, auf denen klar erkennbar ist, dass sich Thornton mit seinem Laptop an Bord eines American-Airlines-Fluges von Charlotte nach Los Angeles in mutmaßlichen Pädophilen-Chatrooms herumgetrieben hat.
Die Schnappschüsse sollen von einer Mitreisenden stammen, die den Spielshow-Ansager im Mai in flagranti beim Durchstöbern fragwürdiger Nachrichten ertappt hat.
Zu lesen sind verdächtige Worte wie beispielsweise "Ein paar süße Jungs und ein heißes kleines Mädchen" sowie "All-you-can-eat Boyfett". Letztere Aussage soll sich auf ein Restaurant beziehen, in dem man leicht auf minderjährige Kinder treffen kann.
In weiteren Nachrichten ist mehrfach die Abkürzung "CP" zu sehen, die im Internet häufig als Kürzel für Kinderpornografie verwendet wird.
Laut dem Bericht habe die Passagierin das Bord-Personal über ihre Beobachtung informiert, welche schließlich die Behörden alarmierte. Direkt nach der Landung soll Thornton von Polizisten verhört worden sein.
Die Beamten hätten ihn jedoch zunächst gehen lassen.
Jim Thornton bezieht Stellung zu Gerüchten
Die Negativ-Schlagzeilen brachten seinen Arbeitgeber Sony Pictures Television Studios zu der Entscheidung, den Moderator mit sofortiger Wirkung von seiner Stelle abzuziehen. Nach einer "gründlichen Untersuchung" ist das Arbeitsverhältnis beendet worden, bestätigte ein Sprecher des Unternehmens gegenüber TMZ.
Mittlerweile hat der 61-Jährige über seine Anwältin Stellung zu den Gerüchten bezogen. Demnach engagiere sich Thornton aufgrund eines familiären Vorfalls für Suizidprävention und besuche deshalb regelmäßig Chatforen zu diesem Thema.
Von dort habe er einen Link zu einem anderen Chatraum erhalten, in dem sich Pädophile austauschen. Als er das bemerkte, habe er den Chat sofort verlassen. Eine Untersuchung hätte laut TMZ allerdings ergeben, dass sich der Radiosprecher fast eine Stunde auf der Seite aufhielt!
Eine Anzeige gegen Thornton gibt es bislang nicht. "Mein Mandant hat weder auf dem Linienflug im Mai noch zu irgendeinem anderen Zeitpunkt jemals Kinderpornografie angesehen, heruntergeladen oder konsumiert. Kurz gesagt, mein Mandant hat nichts falsch gemacht", erklärte die Anwältin.