Von Fabian Kretschmer
Tokio/Köln - Wenige Wochen nach der viel besuchten großen Ausstellung in Köln ist die japanische Künstlerin Yayoi Kusama im Alter von 97 Jahren gestorben.
Wie das nach ihr benannte Museum in Tokio mitteilte, starb Kusama bereits am 14. August in einem Krankenhaus in der japanischen Hauptstadt. Kusama zählt zu den wichtigsten japanischen Künstlerinnen der Nachkriegszeit.
International bekannt wurde sie mit ihren "Polka Dots" genannten bunten Punkten, mit denen sie oft phallische Objekte oder Alltagsgegenstände ebenso wie Installationen oder ganze Räume gestaltete.
Kusama wurde 1929 in der Kleinstadt Matsumoto in der Präfektur Nagano geboren und lebte und arbeitete seit den 1970er Jahren in Tokio. Ihr Werk wurde in bedeutenden Museen und Galerien weltweit ausgestellt.
Für das Museum Ludwig in Köln war die kürzlich zu Ende gegangene Retrospektive zum Werk der Künstlerin die bisher erfolgreichste Ausstellung mit mehr als 450.000 Besuchern.
Die Schau, die Anfang August endete, zeigte 300 Werke von frühen Kinderzeichnungen bis zur Gegenwart.
Das Spektakulärste war ein riesiger Raum, der ganz von gepunkteten Krakenarmen durchzogen wurde. Besucher konnten dazwischen umherlaufen.