Wolke Hegenbarth spricht Tacheles: "Das ist wie Atommüll"

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Berlin - Wolke Hegenbarth (46) ist selbst auf Instagram aktiv. Bei einem Thema zieht die Schauspielerin allerdings eine klare Grenze: Kinder gehören für sie nicht ins Netz.

Wolke Hegenbarth (46) zeigt ihren 2019 geborenen Sohn Abi nicht im Netz.
Wolke Hegenbarth (46) zeigt ihren 2019 geborenen Sohn Abi nicht im Netz.  © Christian Charisius/dpa

Im Interview mit "t-online" warnte die ehemalige "Mein Leben & Ich"-Darstellerin davor, Fotos der Kinder in sozialen Netzwerken zu veröffentlichen: "Ich glaube, dafür fehlt manchen Menschen noch immer das Bewusstsein." Hegenbarth brachte ihre Sorge drastisch auf den Punkt: "Das ist wie Atommüll."

Sie äußerte sich zudem besorgt dazu, was mit Künstlicher Intelligenz möglich sei. "Fotos können inzwischen animiert und zu Filmen verarbeitet werden. Das ist richtig gruselig", führte der TV-Star aus.

Vor dem Hochladen eines Kinderfotos sollte nach ihrer Auffassung genau überlegt werden, was später damit passieren könnte: "Diese Unkontrollierbarkeit, was mit einem Bild alles passieren kann, sollte man sich einmal vor Augen führen."

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Auf die Frage, wie das Bewusstsein für solche Risiken verbessert werden könnte, forderte die Schauspielerin mehr Medienkompetenz für Kinder als auch für Eltern und Großeltern: "Da gibt es enormen Nachholbedarf."

Schulen und andere Institutionen kämen ihrer Ansicht nach mit der schnellen Entwicklung von Technik und KI bislang nicht ausreichend hinterher.

Wolke Hegenbarth spielt Influencerin in ARD-Serie

Die 46-Jährige ist selbst viel auf Instagram aktiv.
Die 46-Jährige ist selbst viel auf Instagram aktiv.  © Jens Kalaene/dpa

Das Thema passt ausgerechnet zu Hegenbarths aktueller Rolle. In der ARD-Reihe "Einspruch, Schatz!" spielt die Wahlberlinerin die Influencerin Anke Scholz.

In der Folge "Kindersegen" will deren 17-jähriger Sohn gerichtlich erreichen, dass peinliche Videos von ihm aus dem "Mummy"-Channel seiner Mutter verschwinden. Die Episode lief am Freitagabend im Ersten und ist in der ARD-Mediathek verfügbar.

Danach gefragt, ob es Gemeinsamkeiten mit der Figur gibt, erwiderte die Mutter eines Grundschulkindes: "Ich zeige auch viel von meinem Leben – nur ganz anders. Ich habe einen großen Instagram-Kanal, insofern bin ich ihr nicht so unähnlich. Ich fand es spannend, dass die Rolle die Frage aufwirft, wie viel Social Media eigentlich gesund ist."

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Ihre Antwort lautet daher: "Man sollte seine Kinder dort nicht zeigen und vorführen. Genau das macht sie, und das ist einfach nicht cool."

Titelfoto: Jens Kalaene/dpa

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