Tupac-Mörder verurteilt: So viele Jahre muss der Drahtzieher hinter Gitter
Las Vegas - Gut 30 Jahre nach dem Mord an US-Rapper Tupac Shakur (†25) ist der frühere Gang-Anführer Duane Davis (63) zu 40 Jahren Haft verurteilt worden.
Am Dienstagabend gegen 19.30 Uhr (MEZ) wurde in Las Vegas im US-Bundesstaat Nevada das Strafmaß gegen den 63-Jährigen verkündet.
Nach einem mehrwöchigen Prozess hatte es eine Jury vor rund sechs Wochen als erwiesen angesehen, dass Davis als Drahtzieher für den Tod des Rappers verantwortlich war. Davis hatte Berufung angekündigt.
Der 63-Jährige wurde in dem Prozess nicht beschuldigt, selbst auf Shakur geschossen zu haben. Die Staatsanwaltschaft sah in dem früheren Anführer der Straßengang South Side Compton Crips vielmehr den Drahtzieher des tödlichen Angriffs im Umfeld rivalisierender Gruppen.
Nach Darstellung der Anklage organisierte Davis die Vergeltungsaktion und beschaffte die Waffe. Nach dem Recht des Bundesstaates Nevada kann auch jemand wegen Mordes verurteilt werden, der anderen bei der Tat hilft.
Der damals 25 Jahre alte Rapper wurde am 7. September 1996 in einem Auto in Las Vegas angeschossen und starb sechs Tage später im Krankenhaus.
Davis Neffe soll den Musiker erschossen haben
Lange fehlten ausreichende Beweise, um den Fall vor Gericht zu bringen. Am Ende hätten unter anderem Davis' eigene Worte die Untersuchungen weitergebracht, erklärte die Polizei.
Davis hatte mehrfach öffentlich darüber gesprochen, dass er in dem weißen Cadillac gesessen habe, aus dem die Schüsse auf Shakur abgefeuert worden seien.
Er sei der einzige Insasse, der noch lebe, gab er in Interviews und in seiner Autobiografie an. Die tödlichen Schüsse habe sein Neffe abgegeben, sagte er 2008 in einem Verhör.
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