Schicksal ging um die Welt: Carolina irrt nach Unfall zwölf Tage durch die Wildnis Australiens
Köln - Ihr Schicksal ging um die ganze Welt: Im Juni 2025 reist Carolina Wilga (27) durch den Westen Australiens. Nach einem Unfall verschwindet sie plötzlich für zwölf Tage. Jetzt spricht sie im "Kölner Treff" über das Erlebte.
"Ich war zuvor auch schon mit zwei Freunden unterwegs und dementsprechend habe ich mir das auch zugetraut, sonst hätte ich es auch nicht gemacht", verrät die 27-Jährige aus Castrop-Rauxel den beiden Moderatoren Susan Link (49) und Micky Beisenherz (48).
"Ich war bereits ein Jahr in Australien, hatte es aber nicht einmal an die East Coast geschafft", erklärt sie auf Nachfrage, wie ihr Plan gewesen sei.
Ihr Vorhaben sei es gewesen, Australien einmal zu umrunden und über den Norden zu fahren. Geld für den Aufenthalt habe sie sich durch Mienenarbeit verdient, doch davon habe sie "die Schnauze voll gehabt".
"Ich habe mich dann in meinen Van gesetzt und mein Handy ausgeschaltet, da ich einfach mal abschalten wollte", so Carolina, die "frei Schnauze" einfach mal durchs Inland fahren wollte.
"Ich bin dann einfach mal gefahren und habe mich an den Kompass orientiert", erklärt die Backpackerin, die auf Hilfe von "Google Maps" bewusst verzichtet habe.
Rettung nach 12 Tagen
Irgendwann habe sie sich dann jedoch verfahren und die Entscheidung getroffen, umzudrehen. "Dann kamen mir Scheinwerfer entgegen und da habe ich ein richtig ungutes Bauchgefühl bekommen. Irgendwie hat mein ganzer Körper Alarm geschlagen, das hatte ich vorher noch nie", macht die 27-Jährige klar.
Daher habe sie eine Kurzschlussreaktion gehabt, ihr Lenkrad herumgerissen und ein bisschen durch den Wald geschlittert.
"Da war dann eine Felsplatte, da bin ich dann drauf gefahren und da habe ich mir richtig heftig den Kopf gestoßen. Dann habe ich die Kontrolle über meinen Körper verloren", erklärt Carolina weiter.
Als sie in einem Busch gelandet sei, sei auch ihre Erinnerung abgerissen - vermutlich aufgrund einer Gehirnerschütterung. Im Anschluss habe sie sich dann aufgemacht.
"Es war eine sehr irrationale Situation und war komplett absurd. Aber der Überlebensmodus hat so extrem reingekickt", verrät die 27-Jährige, die sich auch noch eine Vergiftung zugezogen habe.
Erst zwölf Tagen nach dem Unfall konnte sie schließlich gefunden werden - und das, obwohl sie selbst keine Hoffnung mehr auf eine Rettung gehabt habe.
Titelfoto: WDR/Flow/Melanie Grande

