Hamburg - Ohne Mord kann sie nicht: Die Schriftstellerin Nele Neuhaus (59) verriet in der "NDR Talk Show", warum es ihr Spaß macht, sich immer wieder neue Mordtechniken auszudenken.
Die Bestsellerautorin ist vor allem durch ihre Krimis bekannt, die in der Taunus-Region spielen. In ihrem neuesten Roman "Alles wird Asche", dem mittlerweile 12. Band der Bodenstein-Kirchhoff-Reihe, geht es unter anderem um die Familie eines deutschen TECH-Milliardärs und das Thema KI.
Doch Moderator Hubertus Meyer-Burckhardt (70) deckte einen gruseligen Fakt auf: Er erklärte, dass im Umfeld der Autorin einige Morde passiert seien. "Tatsächlich haben sich in meinem erweiterten Bekanntenkreis drei Morde ereignet und das waren immer Menschen, die Opfer wurden, die ich sehr gut gekannt habe", verriet die Autorin.
Was die Schriftstellerin aus diesen traurigen Ereignissen zog? Dass sie sich mit der Frage beschäftigte, was eigentlich mit den Hinterbliebenen der Opfer passiere. Denn diese würden in Geschichten oft hinten runterfallen.
"Ich habe großes Interesse daran, auch die Hinterbliebenen immer wieder ein bisschen in den Mittelpunkt zu stellen." Für die Autorin sei das ein ganz wichtiges Thema bei ihren Romanen.
Krimi-Autorin denkt sich gerne neue Mordtechniken aus
Außerdem wollte der Moderator von der Schriftstellerin wissen, ob es ihr Spaß mache, sich immer wieder neue Mordtechniken auszudenken. Die Antwort der Autorin kam wie aus der Pistole geschossen: "Ja!", was ihr eine Menge Lacher einbrachte.
"Warum, was ist das in dir?", hakte der 70-Jährige nach. "Ich weiß auch nicht. Das ist natürlich professionelles Interesse", sagte Neuhaus lächelnd.
"Selbstverständlich, aber hast du dir mal Gedanken gemacht, ob du auch mal einen Therapeuten aufsuchen solltest?", fragte Meyer-Burckhardt. Darüber habe die 59-Jährige noch gar nicht nachgedacht.
"Ich glaube nicht, weil ich denke, dass meine Leser das wirklich schlimm fänden, wenn ich aufhöre zu morden", erklärte die Autorin.