Paukenschlag beim WDR: 76 Angebote werden eingestellt, auch Jobs fallen weg

Von Jonas-Erik Schmidt

Köln - Der WDR stellt bis Ende des kommenden Jahres 76 seiner Angebote ein. Das kündigte der größte ARD-Sender in Köln an. Auch beim Personal plant der WDR Einschnitte.

Katrin Vernau trat vor rund zwei Jahren die Nachfolge von Tom Buhrow als Intendantin beim Westdeutschen Rundfunk (WDR) an.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Jede dritte Stelle, die durch Verrentung frei wird, soll bis 2030 nicht neu besetzt werden. Mit den weitreichenden Veränderungen will der WDR nach eigenen Angaben Ressourcen stärker ins Digitale verlagern. Druck gibt es für den Sender aus mehreren Richtungen.

Intendantin Katrin Vernau verwies in einer Mitteilung auf die sich verändernde Mediennutzung, steigende Kosten und eine ungewisse Finanzierung. Derzeit seien noch gut drei Viertel der Ressourcen im klassischen linearen Programm gebunden.

Bereits im Frühjahr hatte der WDR angekündigt, sein Portfolio von derzeit etwa 600 auf 300 Angebote im Jahr 2030 zu verkleinern. Zugleich sollen bis zu 100 neue Angebote entwickelt werden.

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Im Zuge dessen werden nun zunächst 76 lineare und digitale Angebote bis Ende 2027 eingestellt. Dazu gehört etwa das Fernsehmagazin "Frau tv".

Auch die WDR-4-Sendung "Satire am Sonntag" sowie digitale Angebote wie "studio M", "Lisas Paarschitt" und mehrere Angebote rund um "Doc Esser" werden beendet.

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"Erlebnis Erde" fliegt aus linearem WDR-Programm

Insgesamt möchte der ARD-Sender mit Hauptsitz in Köln sein Portfolio bis 2030 von derzeit etwa 600 auf 300 Angebote verkleinern.  © Robert Michael/dpa

Andere Angebote werden ins Digitale verlagert. So entfällt etwa für "Erlebnis Erde" die Ausstrahlung im WDR Fernsehen.

Welche Angebote im nächsten Schritt eingestellt werden, soll im Frühjahr 2027 entschieden werden.

Neben dem Programm sollen sich auch Produktion, Technik und Verwaltung verändern.

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Bis 2030 will der WDR rund 20 Prozent der Stellen aus klassischen Produktionsbereichen in technologieorientierte Aufgabenfelder verlagern.

Bei Dokumentationen und Unterhaltung soll zudem stärker auf externe Produktionsfirmen und Dienstleister gesetzt werden.

Auch die Beauftragung freier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter soll zurückgehen. In welchem Umfang blieb zunächst unklar.

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