Wie gut sprechen die Deutschen wirklich Englisch?

Deutschland – Englisch begegnet Euch praktisch überall – im Büro, im Urlaub, abends beim Streamen. Doch wie steht es tatsächlich um die Sprachkenntnisse in Deutschland?

Ein Blick auf aktuelle Zahlen zeigt, dass die Antwort überraschender ausfällt, als viele vermuten.

Das sind die wichtigsten Infos im Überblick.

Englisch ist aus dem Alltag kaum noch wegzudenken

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Im Berufsleben laufen Meetings zunehmend auf Englisch. Software bleibt häufig unübersetzt, internationale Kunden setzen flüssige Kommunikation voraus.

Beim Reisen oder Online-Shopping merkt Ihr schnell, ob Euer Englisch über den Smalltalk hinausgeht.

Wer gezielt an seinen Schwächen arbeiten möchte, findet dafür heute zahlreiche Möglichkeiten. Individuelle Englisch Nachhilfe in der Nähe setzt dann genau dort an, wo Aussprache oder Grammatik noch haken. Aber der Reihe nach...

Deutschland klettert im internationalen Ranking nach oben

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Der EF English Proficiency Index 2025 ist eine der größten Sprachstudien weltweit und wertet die Englischkenntnisse erwachsener Teilnehmer aus 123 Ländern aus.

Deutschland ist in der aktuellen Ausgabe vom zehnten auf den vierten Platz vorgerückt. Mit 615 Punkten erreicht das Land die Kategorie "sehr gute Englischkenntnisse".

Frankreich kommt auf 539 Punkte, Italien schafft 513 – beide landen damit nur im Mittelfeld.

Innerhalb der DACH-Region schneidet Österreich am besten ab, gefolgt von Deutschland und der Schweiz. Weltweit stehen die Niederlande nach wie vor an der Spitze, dicht hinter ihnen Kroatien und Österreich.

Ein Detail überrascht dabei besonders: Beim Schreiben und Sprechen liegt Deutschland inzwischen sogar vor dem niederländischen Dauersieger. Der Unterschied zwischen Frauen und Männern ist hierzulande nahezu verschwunden. Ein einziger Punkt trennt die Geschlechter.

Warum freies Sprechen trotzdem vielen schwerfällt

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Grammatikregeln sitzen bei den meisten Deutschen ziemlich solide. Trotzdem fällt freies Reden vielen schwer. Woran liegt das?

Der EF EPI zeigt, dass Sprechen in mehr als der Hälfte aller untersuchten Länder die schwächste Fertigkeit ist. Die Lücke zwischen Textverständnis und aktivem Sprechen zieht sich durch nahezu alle Altersgruppen.

Besonders auffällig: Jüngere Erwachsene unter zwanzig Jahren schneiden in Deutschland unterdurchschnittlich ab. Das Niveau hat sich nach der Pandemie bis heute nicht vollständig erholt.

Serien auf Netflix oder Videospiele liefern zwar massenhaft englischen Input – aktives Sprechen trainieren sie allerdings kaum.

Stolperfallen, die fast jeder kennt

Bestimmte Fehler tauchen bei deutschen Englischlernern immer wieder auf:

  • Falsche Freunde wie "become", das "werden" heißt und nicht "bekommen"
  • Die Aussprache von "th" oder "w", an der sich Generationen die Zähne ausbeißen
  • Wörtlich übersetzte Redewendungen, die im Englischen schlicht keinen Sinn ergeben

Solche Patzer gehören dazu. Wer sie sich notiert und ab und zu durchgeht, erinnert sich beim nächsten Mal deutlich schneller an die richtige Formulierung.

Fünf Wege, Euer Englisch im Alltag aufzufrischen

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Serien und Podcasts in Originalsprache zählen zu den einfachsten Mitteln, das Ohr wieder an die Sprache zu gewöhnen. Sprach-Tandems oder Lern-Apps ergänzen das Training mit kurzen Übungseinheiten, die sich mühelos in den Tag einbauen lassen.

Auch klassische Sprachkurse erleben einen regelrechten Aufschwung: Volkshochschulen in Sachsen etwa steuern nach eigenen Angaben auf ein Rekordjahr bei den Sprachkursen zu, weil das Interesse an Fremdsprachen quer durch alle Altersgruppen wächst.

Der Austausch mit anderen Lernenden motiviert nach Beobachtung vieler Kursleiter deutlich stärker als einsames Vokabelpauken.

Schon ein lockeres Gespräch pro Woche auf Englisch bringt mehr als stundenlange Grammatikübungen im stillen Kämmerlein.

Wem gezieltes Training am meisten bringt

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Berufstätige mit Aussicht auf eine Beförderung profitieren häufig am stärksten von einem strukturierten Englisch-Training. Internationale Projekte und Präsentationen gehören in vielen Branchen längst zum Arbeitsalltag.

Auch Eltern, die ihren Kindern bei den Hausaufgaben helfen möchten, ziehen einen klaren Nutzen aus regelmäßiger Übung.

Selbst wenige Minuten am Tag summieren sich über Wochen zu einem beachtlichen Fortschritt. Eine feste Tageszeit für die Übung erleichtert es erfahrungsgemäß, die neue Routine auf Dauer beizubehalten.

Dranbleiben lohnt sich

Englisch lernen ist kein Sprint. Schon kleine Schritte bringen dich weiter: ob du nun deine Lieblingsserie im Original schaust, mit einer App übst oder dir professionelle Unterstützung holst. Die Zahlen zeigen jedenfalls: Deutsche werden immer besser. Wer einmal anfängt, merkt schnell, dass Dranbleiben gar nicht so schwer ist.

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