Schutzgeld erpresst: "Gen-Z-Mafia" hinter Anschlägen, junge Männer in deutschen Städten geschnappt

Von Stefanie Järkel

Mannheim - Hinter einer Serie von Bränden im Frühsommer in Mannheim steht nach Ansicht der Ermittlungsbehörden die international agierende kriminelle Organisation "Daltons". "Diese gilt als besonders gewaltbereit und rekrutiert oftmals gezielt junge Täter, weshalb sie in den sozialen Medien vielfach auch als "Gen-Z-Mafia" bezeichnet wird", teilten die Staatsanwaltschaft und die Polizei Mannheim mit.

Im Frühjahr brannte es in Mannheim in Imbissen und einer Shishabar.  © Rene Priebe/pr-video/dpa

Die Brandstiftungen standen demnach im Zusammenhang mit Schutzgeldforderungen gegenüber türkischen und türkischstämmigen Geschäftsleuten in Mannheim und Umgebung.

Mit Bezug zu den Auftragstaten der "Daltons" wurden demnach bisher sechs Verdächtige in Mannheim, Frankfurt, Duisburg, Borna bei Leipzig und Leipzig festgenommen.

Die Männer zwischen 18 und 29 Jahren kamen unter anderem wegen des Verdachts der versuchten besonders schweren räuberischen Erpressung, der versuchten schweren Brandstiftung sowie des illegalen Führens einer Schusswaffe in Untersuchungshaft, wie es weiter hieß.

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Bei neun Durchsuchungen bundesweit wurden demnach unter anderem scharfe Schusswaffen und Munition sichergestellt.

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Fünf- bis siebenstellige Beträge wurden gefordert

Seit März war es laut den Ermittlern zu zahlreichen Schutzgeldforderungen gekommen. Dabei sei es um fünf- bis siebenstellige Beträge gegangen. In den gemeldeten Fällen sollen demnach keine Zahlungen geleistet worden sein.

Von den Brandstiftungen war unter anderem im April eine Shishabar im Mannheimer Zentrum betroffen. Zudem wurde im Juni auf einen Imbiss ebenfalls in der Innenstadt geschossen. Im Juni wurde darüber hinaus ein Brand an einem Firmen- und Wohnkomplex im rund 20 Kilometer entfernten Hockenheim gelegt.

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