Von Wolfgang Jung
Mannheim/Landstuhl - Zu Ehren des bei einer Fahrscheinkontrolle getöteten Zugbegleiters Serkan Calar (†36) wird am 18. September eine Gedenktafel im Hauptbahnhof Mannheim enthüllt.
Gemeinsam mit der Familie von Calar wolle man einen dauerhaften Mahn- und Gedenkort einrichten, teilte ein Bahnsprecher der Deutschen Presse-Agentur mit. Es gehe darum, die Erinnerung an einen geschätzten Kollegen und lieben Menschen, aber auch an die schreckliche Tat im Bewusstsein zu halten.
Calar war Anfang Februar nach einem Angriff eines Fahrgastes ohne Ticket in einem Regionalexpress nahe Landstuhl (Westpfalz) an einer Hirnblutung gestorben. Der Täter (26) wurde wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt.
Mannheim war der Dienstort von Calar. Der Alleinerziehende hinterließ zwei minderjährige Kinder. Die Tat sorgte bundesweit für Entsetzen und löste eine Debatte über die Sicherheit in Zügen aus.
Tod von Calar hinterlässt "tiefe Wunde"
Die Familie von Calar betonte anlässlich der geplanten Gedenktafel erneut, dass sie der Tod tief erschüttert habe. "Es bricht uns das Herz, dass er uns in so jungen Jahren verlassen hat und eine tiefe Wunde in unseren Herzen hinterlässt", teilten die Angehörigen mit.
Andererseits spende die Errichtung einer Gedenkstätte in seinem Namen Trost. "Denn wir wissen, dass sein Name für immer fortleben wird - gelesen von Tausenden und niemals vergessen."