Straubing - Es wurden 1,3 Millionen Besucher erwartet, es waren gerundet am Ende "nur" 1,25 Millionen. Weiterhin eine absolut beachtliche Leistung für eine Stadt mit nicht einmal 50.000 Einwohnern. Am Montagabend endete das Straubinger Gäubodenvolksfest.
Um 22 Uhr wird es traditionell mit dem Abschlussfeuerwerk verabschiedet – gegen Mitternacht gehen dann nach und nach sämtliche Lichter in den sieben Bierzelten und zahlreichen Fahrgeschäften und Ständen aus.
Nach elf Tagen wurden auf Bayerns zweitgrößtem Volksfest 660.000 Liter Festbier ausgeschenkt. Ein Abwärtstrend, der sich seit Jahren fortsetzt.
2023 waren es noch rund 740.000 Liter Gerstensaft, 2024 noch 700.000 Liter und im vergangenen Jahr etwa 680.000 Liter.
Der Trend geht zunehmend weg vom Bier – das in den heißen Zelten ohnehin nicht lange die vorgesehene Trinktemperatur halten kann.
Cocktails und Kaltgetränke, die nicht in Liter-Behältern kommen, erfreuen sich großer Beliebtheit. Das klassische "Rüscherl" erlebte eine regelrechte Renaissance und wurde teilweise als "Meter" auf entsprechenden Brettern verkauft.
29 Ochsen gegessen – und ein Drei-Meter-Krokodil geklaut
Durch die hohen Temperaturen, die sich bis zum Sonntagabend weitgehend hielten, blieben auch die erneut aufgestellten kostenlosen Trinkwasserspender hoch im Kurs bei den Besuchern.
Auf dem Speiseplan standen bei den Festwirten unter anderem 29 Ochsen – zwei weniger als 2025 – und rund 45.000 Gickerl. Also 90.000 halbe Hähnchen. Oder bei den älteren Semestern auch "Gummiadler" genannt. Hier stieg die Zahl um rund 1000 Hühner im Vergleich zum Vorjahr.
Die Polizei attestierte dem Gäubodenfest einen friedlichen Verlauf. Für besondere Aufmerksamkeit sorgte der Diebstahl eines drei Meter langen Plastikkrokodils aus der Geisterbahn.
Da die betrunkenen Langfinger die Polizei jedoch nicht überzeugen konnten, dass dies der Hauptgewinn einer Los-Bude sei, wurde der Fall schnell aufgeklärt.
Auch hatten einige Fahrgeschäfte mit Ausfällen zu kämpfen, die im Verlauf des Festes jedoch behoben und die Attraktionen wieder freigegeben werden konnten.
Das diesjährige Fest konnte mehr als das 25-fache seiner Einwohnerzahl als Besucherzahl verbuchen. Zum Vergleich: Beim Münchner Oktoberfest ist es nur das Vierfache der Einwohner. Bereits jetzt laufen die ersten Vorbereitungen für das Gäubodenvolksfest 2027, das vom 13. bis 23. August stattfinden wird.