Fußgängertunnel wird platt gemacht: Verkehr auf Bundesstraße stark eingeschränkt
Berlin - Verkehrsteilnehmer müssen sich ab Montag in Berlin-Schöneweide auf längere Wartezeiten auf der Bundesstraße 96a einstellen.
Die Michael-Brückner-Straße wird nämlich aufgrund von Bauarbeiten stadteinwärts ab dem Sterndamm auf einen Fahrstreifen begrenzt. Zudem wird eine Busspur eingerichtet.
Stadtauswärts sollen für den gesamten Verkehr derweil zwei Fahrstreifen aufrechterhalten werden, wie die Verkehrsinformationszentrale mitteilte. Die Arbeiten sollen voraussichtlich rund ein Jahr andauern.
Grund für die neue Baustelle im Bezirk Treptow-Köpenick ist der Rückbau des Fußgängertunnels Schöneweide, der in der Vergangenheit die Schnellerstraße mit dem Bahnhofsvorplatz verbunden hat und dabei die B96a unterquerte.
Der Tunnel wurde bereits 2016 durch Brandstiftung schwer beschädigt und konnte seitdem nicht mehr genutzt werden. Da mittlerweile die oberirdische Ampelführung wesentlich verbessert wurde, soll das Bauwerk nun schrittweise zurückgebaut und verfüllt werden.
Verkehrsteilnehmern wird empfohlen den Bereich weiträumig zu umfahren. Der ÖPNV bleibt von den Bauarbeiten unberührt. Lediglich die Bushaltestellen müssen provisorisch verlegt werden.
Die Glasmosaike nach dem Entwurf des Künstlers Klaus Roenspieß, die die Wände zierten, wurden übrigens aus dem Fußgängertunnel ausgebaut und modernisiert. Die sollen ab 2027 der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht werden.
Titelfoto: Britta Pedersen/dpa
