Bevölkerungsboom in Berlin: Eine Nationalität wächst besonders stark

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Berlin - Die Hauptstadt wächst weiter und hat Ende 2025 erstmals die Marke von 3,7 Millionen Einwohnern überschritten. Sowohl die Zahl der Menschen mit deutscher Staatsangehörigkeit als auch die ausländische Bevölkerung legten dabei nahezu gleichermaßen zu.

Das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg hat neue Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung veröffentlicht.
Das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg hat neue Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung veröffentlicht.  © Sebastian Gollnow/dpa

Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilte, stieg die Einwohnerzahl innerhalb eines Jahres um rund 15.000 Menschen auf knapp 3,71 Millionen. Ausschlaggebend dafür war vor allem die Zuwanderung. Denn obwohl in Berlin erneut mehr Menschen starben als geboren wurden, konnte der Zuzug diesen Verlust ausgleichen.

Besonders spannend ist der Blick auf die internationale Bevölkerung der Hauptstadt. Insgesamt leben Menschen aus 194 Nationen in Berlin. Die größte ausländische Gruppe stellen weiterhin türkische Staatsangehörige mit mehr als 91.000 Menschen. Auf Platz zwei folgen Ukrainer mit rund 62.000 Personen.

Für eine Überraschung sorgt jedoch die Entwicklung bei den indischen Staatsangehörigen: Ihre Zahl stieg innerhalb eines Jahres um mehr als 6500 Personen auf knapp 43.400.

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Damit überholten sie sowohl die polnische als auch die syrische Bevölkerung und sind nun die drittgrößte ausländische Nationalität in Berlin.

Rund drei Viertel der Berliner besitzen einen deutschen Pass

Die Zahl der deutschen Staatsbürger nimmt zu.
Die Zahl der deutschen Staatsbürger nimmt zu.  © Fernando Gutierrez-Juarez/dpa

Insgesamt leben mehr als 833.000 Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit in der Hauptstadt. Gleichzeitig nahm nach jahrelangem Rückgang auch die Zahl der Deutschen wieder leicht zu. Rund 77 Prozent der Berliner besitzen einen deutschen Pass.

Große Unterschiede zeigen sich zudem innerhalb der Stadt. Das stärkste Bevölkerungswachstum verzeichnete Treptow-Köpenick. Dort zogen besonders viele Menschen neu hinzu. Dagegen schrumpfte die Einwohnerzahl unter anderem in Reinickendorf und Steglitz-Zehlendorf.

Während Berlin weiter wächst, entwickelt sich Brandenburg in die entgegengesetzte Richtung. Das Bundesland verlor 2025 erstmals seit 2013 wieder Einwohner. Ende des Jahres lebten dort rund 2,55 Millionen Menschen. Zwar zogen weiterhin mehr Menschen zu als weg, doch die hohe Zahl der Sterbefälle konnte dadurch nicht ausgeglichen werden.

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Auch in Brandenburg nimmt die internationale Bevölkerung weiter zu. Besonders stark wuchs dort ebenfalls die Zahl der Menschen mit indischer Staatsangehörigkeit. Insgesamt bleibt jedoch Berlin der große Wachstumsmotor der Region – und hat nun offiziell die Marke von 3,7 Millionen Einwohnern überschritten.

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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