Von Andreas Rabenstein, Matthias Kuhnert
Berlin - Erst schrie er rum, dann prügelte er auf ihn ein! Ein bewaffneter 42-Jähriger hat einen jüngeren Mann in Berlin angegriffen und rassistisch beleidigt.
Den alarmierten Polizisten sagte er am Samstagnachmittag am Ostkreuz in Friedrichshain, dass er "Jagd auf Inder" machen werde, wie die Polizei mitteilte.
Die rassistischen Äußerungen gegen den 25-Jährigen seien auf Türkisch gefallen, hieß es. Bei dem 42-Jährigen wurden ein Messer, eine Schreckschusspistole mit Munition und die Fahne einer extremistischen Vereinigung gefunden.
Nach Zeugenaussagen schrie der 42-Jährige gegen 15 Uhr auf dem Vorplatz des Bahnhofs herum. Dann griff er den 25-Jährigen an, der an einer Bushaltestelle stand.
Zunächst konnte der junge Mann den Angreifer mit einem Cricketschläger auf Abstand halten. Als er sich aber wegdrehte, griff der aggressive 42-Jährige erneut an.
Er soll den jüngeren Mann auf die Straße geschleudert und auf seinen Kopf eingeschlagen haben. Zeugen griffen ein, doch erst Polizisten konnten den Angriff beenden und den 42-Jährigen festnehmen. Anschließend habe er den 25-Jährigen weiter wegen dessen Herkunft beleidigt.
Die Polizei übergab den 42-Jährigen schließlich an den Staatsschutz. Noch am Sonntag soll er einem Haftrichter vorgeführt werden.