Berlin - So viel Dummheit muss bestraft werden: Was sich eine Radfahrerin am vergangenen Sonntag in Berlin-Neukölln geleistet hat, ist an Dreistigkeit wohl kaum zu überbieten.
Die Dame, deren Alter die Polizei in ihrem Bericht bei Facebook nicht nennt, wurde auf der Karl-Marx-Straße von einer Streife dabei erwischt, wie sie gleich mehrere rote Ampeln missachtete und einfach weiterfuhr.
Während andere Verkehrsteilnehmer ordnungsgemäß anhielten, soll sich die Radlerin immer wieder an stehenden Fahrzeugen vorbeigeschlängelt und dabei auch vor Fußgängern nicht Halt gemacht haben.
Schließlich wurde sie von den Beamten aus dem Verkehr gezogen und kontrolliert. Um eine Strafe abzuwenden, soll sie geschworen haben, nie wieder über Rot fahren zu wollen.
Allerdings konnte sich die Frau nicht ausweisen und auch die Abfrage ihrer Personalien habe im polizeilichen Auskunftssystem keinen Treffer erbracht.
Radlerin fährt über Rot, obwohl sie von der Polizei begleitet wird
Also beschlossen die Einsatzkräfte, die Fahrradfahrerin zu ihrer nahe gelegenen Wohnung zu begleiten, um vor Ort ihren Ausweis oder Pass zu kontrollieren.
So setzte sich die Radlerin also wieder auf ihren Drahtesel und fuhr voraus, um der Polizei den Weg zu weisen.
Ihr zuvor gegebenes Versprechen, nie wieder bei Rot fahren zu wollen, vergaß sie aber demnach schnell wieder. Schon auf der Fahrt nach Hause soll ihr die Farbe des Ampellichts wieder egal gewesen sein, obwohl sie die Polizisten im Schlepptau hatte.
Die Streifenwagenbesatzung beobachtete also erneute Verkehrsverstöße. Zur Krönung stellte sich nach Angaben der Behörde dann auch noch heraus, dass die Verkehrssünderin bei der Kontrolle offenbar wissentlich falsche Angaben gemacht hatte, denn die stimmten demzufolge mit den Daten im Pass nicht überein.
Das Ende vom Lied: Die unverbesserliche Radlerin sieht sich jetzt gleich sechs Anzeigen gegenüber - fünf, weil sie rote Ampeln missachtete und die sechste für die falsche Namensangabe.