Sie starb vor mehr als 30 Jahren: Polizei rollt alten Mordfall wieder auf

Berlin - Vor mehr als 30 Jahren wurde im Stadtforst in Berlin-Spandau eine Frauenleiche entdeckt. Mit einer neuen Kampagne will die Polizei den ungelösten Mordfall doch noch aufklären.

Mit dieser Gesichts-Rekonstruktion versuchten die Ermittler seinerzeit, die Identität der toten Frau aufzuklären.
Mit dieser Gesichts-Rekonstruktion versuchten die Ermittler seinerzeit, die Identität der toten Frau aufzuklären.  © Polizei Berlin (Bildmontage)

Es geschah an einem Dienstag im November 1988: Im Spandauer Stadtforst stießen Waldarbeiter auf eine Frauenleiche, die augenscheinlich Opfer eines Tötungsdelikts geworden war. Bis heute ist die Identität der Frau ungeklärt.

Der Körper der Frau war bei ihrem Auffinden in einen Jutesack verpackt. Um den Hals der Unbekannten waren zwei kurze Kunststoff-Seile verknotet, die üblicherweise im Wassersport genutzt werden.

Außerdem stellte die Polizei am Tatort einen Zettel mit dem Stempelaufdruck des Gesundheitsamts Schöneberg, Beratungsstelle Geschlechtskrankheiten, sicher.

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Im Rahmen einer internationalen Öffentlichkeitskampagne zur Identifizierung weiblicher Mordopfer bittet die Polizei die Bevölkerung erneut um Mithilfe.

Die Frau wird wie folgt beschrieben:

  • 25 bis 30 Jahre alt
  • ca. 1,62 bis 1,65 Meter groß
  • vier bis sieben Zentimeter lange, naturblonde Haare
  • schlanke Figur, Konfektionsgröße 36 bis 38
  • Schuhgröße 34 bis 35
  • vollständiges Gebiss
  • linke Gesichtshälfte könnte als Folge einer teilweisen Gesichtslähmung zurücktretend gewirkt haben

Bekleidung und Schmuck:

  • braun-beigefarbene Herrenjacke / Herrenmantel mit Stehkragen, Vorderteil aus Leinen, Rückseite und Ärmel aus Maschenware, mit Klettverschlüssen
  • graues, dickeres T-Shirt, außen glatt, innen angeraut bzw. dickes Herrenunterhemd
  • blaue Jeanshose, US-Größe 28
  • pinkfarbener Slip
  • Ohrring/Ohrhänger in Blattform mit glänzender lila-türkisfarbener Beschichtung aus Metall (Titan), ca. 3,5 Zentimeter lang und 1 Zentimeter breit – am rechten Ohr
  • gitterartiger, rechteckiger Ohrring/Ohrhänger mit dunkelblauer Beschichtung aus Metall (Titan), ca. 4,5 Zentimeter lang und 1, 5 Zentimeter breit – am rechten Ohr
  • silberfarbene digitale Damenarmbanduhr "Melody Quartz Alarm-Chronograph" der Firma. Juta aus Metall mit silberfarbenem Metallarmband, viereckiges Kopfformat mit den Maßen 3 x 2,5 Zentimeter (HxB), an den Seiten je zwei Druckknöpfe, Wochentagsangabe als Buchstaben S M T W T F S im rechteckigen schwarz und blau umrahmten Glas integriert, auf der Rückseite unter dem Schriftzug JUTA die Gravur "22 9 82"
  • schwarzbraunes Lederhalsband mit Schnalle am Hals
  • zwei Frotteeringe (Haargummi), rot und schwarz – am rechten Handgelenk

Für Hinweise, die zur Identifizierung der Frau und zur Aufklärung der Straftat führen, hat die Polizei eine Belohnung von 2500 Euro ausgelobt.

Die Ermittler der Polizei fragen:

Bis heute konnte der Mordfall an der 25- bis 30-jährigen Frau nicht gelöst werden.
Bis heute konnte der Mordfall an der 25- bis 30-jährigen Frau nicht gelöst werden.  © Polizei Berlin (Bildmontage)
  • Wo wird eine Frau vermisst, die Mitte der achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts dem Aussehen nach Ähnlichkeiten mit der Gesichtsrekonstruktion der Toten hatte?
  • Wer kann Angaben zur Identität der unbekannten Toten machen?
  • Wer kann Auskünfte zur Bekleidung der Person geben?
  • Wer kann Auskünfte zum Schmuck sowie zur Armbanduhr und den Zahlen auf der Rückseite der Uhr geben?
  • Wer kann sonstige sachdienliche Hinweise geben?

Hinweise nimmt die Mordkommission des Landeskriminalamtes (LKA) unter der Nummer 030/4664-911444 oder per Mail an lka114@polizei-berlin.de entgegen. Alternativ könnt Ihr Euch an jede andere Polizeidienststelle wenden oder die Internetwache unter internetwache-polizei-berlin.de nutzen.

Titelfoto: Polizei Berlin (Bildmontage)

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