Dr. Motte warnt: Fehlende Perspektiven für Clubs schaden Berlin

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Berlin - Mit deutlichen Worten hat Rave-The-Planet-Gründer Dr. Motte (66) vor einem weiteren Verlust der Berliner Club- und Kulturszene gewarnt.

Dr. Motte (66) nimmt die Politik in die Pflicht.
Dr. Motte (66) nimmt die Politik in die Pflicht.  © Britta Pedersen/dpa

"Warum sollten Menschen noch nach Berlin wollen, wenn es keine Kultur mehr gibt?", sagte der Techno-DJ dem "Tagesspiegel".

Demnach sieht der Musiker die Politik in der Hauptstadt in der Pflicht, Clubs bessere Zukunftsperspektiven zu geben und Kultur stärker als wirtschaftlichen Standortfaktor zu begreifen.

Er verwies darauf, dass Clubs und Kulturveranstaltungen Menschen aus aller Welt nach Berlin zögen und damit weit über die Szene hinaus Bedeutung für die Stadt hätten.

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Die Bedingungen dafür hätten sich jedoch deutlich verschlechtert. In den 1990er-Jahren hätten niedrige Mieten, Freiräume und bezahlbare Lebenshaltungskosten dazu beigetragen, dass sich die Berliner Technokultur entwickeln konnte.

Heute fehle gerade den Clubs eine langfristige Perspektive, kritisierte der 66-Jährige. Die Stadt müsse sich deshalb stärker fragen, welchen Stellenwert Kultur für ihre weitere Entwicklung habe.

Kritik übte der DJ auch am Ausbau der Autobahn A100. Von diesem seien Kulturorte wie die Clubs About Blank und Club Ost betroffen. Statt Räume für Kultur zu gefährden, müsse die Politik dafür sorgen, dass solche Orte erhalten blieben.

Anlass des Interviews ist die fünfte Ausgabe der Technoparade "Rave The Planet", die diesem Samstag unter dem Motto "Imagine Love" durch Berlin ziehen wird.

Titelfoto: Britta Pedersen/dpa

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