Erinnerung an Fall Rudat werden wach: Zivilcourage endet blutig! 37-Jährigem ins Gesicht geschnitten
Berlin - Nach einem Messerangriff auf einen 37-Jährigen am S-Bahnhof Nordbahnhof in Berlin-Mitte hat die Bundespolizei einen 39 Jahre alten Verdächtigen festgenommen. Der Fall weckt Erinnerungen an die Messerattacke auf den US-Amerikaner John Rudat (21) in Dresden.
Der Mann habe den 37-Jährigen zunächst ins Gesicht geschlagen und anschließend mit einem Cuttermesser verletzt, teilte die Bundespolizei am Dienstag mit.
Nach bisherigen Erkenntnissen hatte der 37-jährige Serbe am Sonntagabend gegen 22.30 Uhr einer Frau helfen wollen, die von dem Verdächtigen verbal belästigt worden sein soll.
Daraufhin habe der 39-Jährige den Helfer angegriffen und ihm eine etwa 1,5 Zentimeter lange Schnittwunde im Gesicht zugefügt. Anschließend sei er geflüchtet. Rettungskräfte versorgten den Verletzten und brachten ihn in ein Krankenhaus.
Am frühen Montagmorgen erkannte ein Bundespolizist außer Dienst den mutmaßlichen Angreifer gegen 5.30 Uhr im Berliner Hauptbahnhof wieder. Der Beamte hatte zuvor Aufnahmen der Überwachungskameras gesehen. Einsatzkräfte nahmen den polizeibekannten Deutschen daraufhin vorläufig fest.
Gegen den 39-Jährigen wird wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt. Er wird am Dienstag einem Haftrichter vorgeführt, der über einen möglichen Untersuchungshaftbefehl entscheiden soll.
Ähnliches Bild vergangenen Sommer in Dresden: Im August hatte der US-Amerikaner John Rudat in einer Straßenbahn eingegriffen, als eine Frau belästigt wurde. Es kam zum blutigen Streit mit zwei Syrern, in dessen Folge Rudat ebenfalls mit einem Cuttermesser durchs Gesicht geschlitzt wurde.
Erstmeldung vom 1. September, 11.50 Uhr. Zuletzt aktualisiert um 12.01 Uhr.
Titelfoto: Paul Zinken/dpa
