Nächtliche Brände in Reinickendorf: Ein Toter, zwei Schwerverletzte
Berlin - In der Nacht zu Dienstag hat es in Berlin-Reinickendorf gleich zweimal gebrannt, dabei ist ein Mensch ums Leben gekommen.
Bei einem Brand im Ortsteil Wittenau konnte die Feuerwehr einen Mann nur noch leblos aus einer Wohnung bergen.
Zwei weitere Bewohner wurden schwer verletzt vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht, wie die Behörde mitteilte. Drei Mieter mussten von den Einsatzkräften in Sicherheit gebracht werden.
Demnach war gegen 1.01 Uhr ein Feuer in einer Wohnung im Erdgeschoss eines zweistöckigen Mietshauses in der Hermsdorfer Straße ausgebrochen.
Die Feuerwehrleute konnte die Flammen rasch unter Kontrolle bringen. Anschließend musste das Gebäude mit einem Drucklüfter entraucht werden.
Nach Angaben der Polizei wurde das Haus bei dem Brand stark beschädigt und ist derzeit unbewohnbar. Zur Brandursache lagen zunächst keine Informationen vor.
Müllhaufen brennt zwischen zwei Wohngebäuden
Gut 40 Minuten später musste die Feuerwehr im Norden von Berlin ein weiteres Mal ausrücken - diesmal in die Residenzstraße.
Hier waren circa 40 Kubikmeter Sperrmüll, Unrat und anderer Müll in Flammen aufgegangen, wie die Behörde mitteilte.
Das Problem: Der Brandort befand sich genau zwischen zwei Wohnhäusern!
Um eine Ausbreitung des Feuers auf die angrenzenden Gebäude zu verhindern, setzten die Brandbekämpfer ein sogenanntes Hydroschild ein, das quasi wie ein überdimensionierter Rasensprenger funktioniert und die Flammen mit einer Wasserwand von dem gefährdeten Haus fern hält.
Insgesamt gestalteten sich die Löscharbeiten durch den aufgeschichteten Müll nach Feuerwehrangaben sehr aufwendig. Zudem breiteten sich in der Nachbarschaft dicke Rauchschwaden aus, wie auf den Fotos zu erkennen ist.
Auch in diesem Fall war die Ursache des Feuers zunächst unklar. In beiden Fällen hat ein Brandkommissariat der Polizei die Ermittlungen aufgenommen.
Titelfoto: Berliner Feuerwehr (Bildmontage)

