Haihaut und die giftigste Schlange der Welt: Berliner Aquarium fertig saniert

Von Michael Brandt

Berlin - Nach drei Jahren Umbauzeit hat das Aquarium in Berlin wieder vollständig geöffnet.

Nach der drei Jahre andauernden Sanierung hat das Aquarium Berlin einige neue Attraktionen im Angebot.  © Michael Brandt/dpa

"Ein Highlight ist der neue Tierbestand", sagte Kurator Markus Klamt bei der Wiedereröffnung des denkmalgeschützten Gebäudes in Berlin-Mitte unweit des Zoos. 

Dazu gehöre unter anderem der Inlandstaipan. "Wenn man nach Laborwerten geht, ist es die giftigste Schlange der Welt", sagte der Zoologe. "Wir brauchen Tierarten, bei denen die Leute etwas sehen, über die sie etwas lernen und mit deren Nachzucht wir noch etwas für die Arterhaltung tun können", so Klamt.

Deswegen habe er auch die bedrohte Burma-Sternschildkröte in den Bestand des Aquariums aufgenommen. Die Tiere kämen aus anderen Zoos und Aquarien oder seien dort gezüchtet worden.

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Zahlreiche Aquarien und Terrarien wurden nach Angaben des Aquariums neu eingerichtet. Auch ein großes Rundbecken mit mehr als 110.000 Litern Wasser und tonnenschweren, 14 Zentimeter dicken Acrylglasscheiben sei saniert worden. Der Umbau hat drei Jahre gedauert.

Währenddessen waren einzelne Bereiche für Besucher zeitweise geschlossen. Den Angaben zufolge hat die Sanierung etwa 10,3 Millionen Euro gekostet - den Großteil konnte der Zoo Berlin demnach aus eigenen Mitteln finanzieren. 

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Interaktive Medientische gehören zu den neuen Teilen der Ausstellung im Berliner Aquarium.  © Michael Brandt/dpa

Nachbildungen von Eiern und Fischhaut zum Anfassen

An interaktiven Medientischen können Besucher Nachbildungen von großen Reptilieneiern oder von der Haut von Haien anfassen. Die Nachbildungen seien von den Mitarbeitern, die wüssten, wie sich echte Haihaut anfühlt, mehrmals getestet worden, sagte Kurator Klamt. 

Animationsfilme befassen sich unter anderem mit der Ressource Wasser und Mikroplastik in Meeren. Auf Touchbildschirmen lässt sich per Wischfunktion spielerisch erlernen, ob ein angezeigtes Tier ein Insekt oder eine Spinne ist.

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